Stand: 17.04.2020 15:21 Uhr

Neuer Rettungshubschrauber in Greifswald im Dienst

Blick von hinten in die Kabine des neuen Rettungshubschraubers "Christoph 47". © NDR Foto: NDR
In der Kabine kann auch eine spezielle Isoliertrage für Covid-19-Patienten mitgeführt werden.

In Greifswald ist der neue Rettungshubschrauber an der Unimedizin am Freitag offiziell in Dienst gestellt worden. Er ersetzt den alten "Christoph 47". Der neue Hubschraubertyp H 145 ist der modernste in der zivilen Notfallmedizin, heißt es von der DRF Luftrettung.

Für Transport von Covid-19-Patienten geeignet

Die Kabine sei größer und somit auch optimal etwa für den Einsatz des "EpiShuttles", einer Isoliertrage zum Transport von Covid-19-Patienten, sagte der Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung, Krystian Pracz. In speziellen Kühlboxen kann die Maschine Blutkonserven mitführen. Daneben wurden eine Reihe technischer Neuerungen für den Piloten entwickelt, beispielsweise ein Wetterradar, mit dem er schnell wechselnde Wetterlagen frühzeitig erkennen kann.

Mehr Einsätze ohne Nachtanken

Die neue Maschine ist leiser und verfügt über mehr Leistung sowie eine größere Reichweite. Der größere Tank ermöglicht häufigere Flugeinsätze ohne erneute Betankung. "So steht der Hubschrauber nach einem Einsatz schnell wieder zur Verfügung und kann direkt zum nächsten Einsatz starten", sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) bei der Übergabe des Hubschraubers.

Luftrettung flog 2019 mehr als 1.300 Einsätze

Der neue Hubschrauber soll vom 24. April an zum Einsatz kommen. Zu seinem Einsatzgebiet gehören die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen mit den Inseln sowie Teile der Mecklenburgischen Seenplatte. Im Jahr 2019 ist die DRF Luftrettung laut Ministerium 1.335 Einsätze geflogen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es neben Greifswald zwei weitere Standorte für Rettungs-Transport-Hubschrauber in Güstrow und Neustrelitz.  

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 17.04.2020 | 19:30 Uhr

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