Geflüchtete aus der Ukraine gehen nach ihrem Grenzübertritt in Polen durch das polnische Grenzgebiet. © dpa Foto: Michael Kappeler

MV erhöht Aufnahmekapazitäten für Ukraine-Flüchtlinge

Stand: 04.03.2022 16:31 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern hat sich vorbereitet, um Flüchtlinge aus der Ukraine in Empfang zu nehmen.

Bisher gibt es landesweit 1.600 Notunterkünfte, nun sollen 4.000 weitere hinzukommen. Jeder Kreis und jede kreisfreie Stadt soll jeweils 500 Plätze für Menschen bereitstellen, die vor dem Krieg fliehen. Innenminister Christian Pegel (SPD) sagte: "Die Situation ist nach wie vor sehr dynamisch und niemand kann voraussagen, wie viele Menschen tatsächlich zu uns kommen. Um auch für einen deutlichen Anstieg gewappnet zu sein, müssen Land und Kommunen jetzt vorsorglich Notunterkünfte vorbereiten". Laut Pegel sind auch private Unterkunfts-Angebote hilfreich. Größere Einheiten böten aber bessere Möglichkeiten, die Geflüchteten zu betreuen und zu versorgen, sagte der Innenminister bei NDR MV Live. Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen sagte, Kommunikation und Koordination seien wichtig, damit die richtigen Hilfsgüter an den richtigen Ort gelangen. Sonst könnte Frust bei den vielen hilfsbereiten Einheimischen vermieden werden.

Quartier-Angebote werden geprüft

Landrat Michael Sack (CDU) sagte NDR MV Live, der Landkreis Vorpommern-Greifswald sei darauf vorbereitet, mehrere Hundert Flüchtlinge unterzubringen. Zunächst werden sie zentral untergebracht. Es gebe zahlreiche Quartier-Angebote aus der Bevölkerung, so Sack. Bevor Flüchtlinge diese nutzen können, müsse der Landkreis die Angebote allerdings prüfen.

Auch Gästewohnungen sollen zur Verfügung gestellt werden

Die kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen im Land haben zudem zugesagt, zunächst rund 800 Wohnungen für Kriegsflüchtlinge zur Verfügung zu stellen, unter anderem Gästewohnungen, die normalerweise befristet an Urlauber vermietet werden.

Verteilung der Geflüchteten über Bundesamt

Der Bund habe zudem am Donnerstag die Verteilung von Schutzsuchenden, die in den an Polen angrenzenden deutschen Bundesländern ankommen, in alle Bundesländer in Gang gesetzt. Sie wird, wie auch bei Asylsuchenden, nach dem Königssteiner Schlüssel erfolgen.

 

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Geflüchtete aus der Ukraine gehen nach ihrem Grenzübertritt in Polen durch das polnische Grenzgebiet. © dpa Foto: Michael Kappeler

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 03.03.2022 | 17:00 Uhr

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