Arbeiter in Schutzanzügen lagern im Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald die Überreste der Atomkraftwerke Lubmin und Rheinsberg ein. © dpa-Zentralbild Foto: Stefan Sauer/dpa

Lubmin: Behälter mit Nuklearabfällen von Korrosion betroffen

Stand: 15.09.2022 16:23 Uhr

Das Entsorgungswerk für Nuklearanlagen (EWN) in Lubmin hat bereits am vergangenen Mittwoch bei einer Inspektion Korrosionsschäden an eingelagerten Fässern mit radioaktiven Abfällen entdeckt.

Zwei der betreffenden Stahlfässer haben zwei stecknadelkopfgroße Löcher. In diesen Abfallbehältern befinden sich seit 1999 Verdampferkonzentrate. Das sind trockene Rückstände aus dem Betrieb der Wasseraufbereitungsanlagen. Nach Angaben des EWN und auch des Umweltministeriums sind keine radioaktiven Stoffe ausgetreten. Menschen und Umwelt seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen.

Experten untersuchen alle Stahlbehälter

Diese Fässer wurden zusammen mit weiteren in einem Container mit dicker Wandung aus Stahl und Beton gelagert. Alle fünf Jahre werden sie routinemäßig untersucht, dabei ist bereits in der vergangenen Woche die Korrosion aufgefallen. Insgesamt gibt es im Zwischenlager knapp 170 solcher Fässer, die nun alle gründlich untersucht werden. Laut einer EWN-Sprecherin liegen die Ergebnisse noch nicht vor.

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Ein ein schwach radioaktiver Dampferzeuger aus Block 5 des stillgelegten Kernkraftwerks in Lubmin wird am 14. März 1996 als erstes Teil im Zwischenlager Nord eingelagert. © picture-alliance/ dpa Foto: Bernd Wüstneck

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