In Gartz (Landkreis Uckermark) errichteten Feuerwehrleute eine Ölsperre, damit die toten Fische nichb weiter flussabwärts treiben können. © dpa-Bildfunk Foto: Patrick Pleul

Fischsterben: EU bietet Behörden in Deutschland und Polen Hilfe an (17. August)

Stand: 18.08.2022 05:00 Uhr

Tausende tote Fische treiben seit Tagen in der Oder. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Polen wird weiterhin über die Ursache der Umweltkatastrophe gerätselt. In diesem Liveticker finden Sie alle aktuellen Meldungen.


09:19 Uhr

Die EU-Kommission hat den Behörden in Deutschland und Polen bei den Untersuchungen Unterstützung angeboten. "Wir sind bereit, mit allen Mitteln zu helfen bezüglich Expertise und Informationsaustausch mit anderen Ländern, um Antworten und Lösungen zu finden", so eine Kommissionssprecherin am Dienstag in Brüssel. Man sei mit den Behörden beider Länder in Kontakt. Am Nachmittag sprach Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne). Man müsse Verschmutzungen so früh wie möglich und auch besser erkennen und koordiniert auf länderübergreifende Fälle reagieren, schrieb er danach auf Twitter.


05:36 Uhr

Suche nach Ursache des massiven Fischsterbens geht weiter

Internationale Arbeitsgruppen und Labore suchen weiter nach der Ursache für das massive Fischsterben in der Oder. Wissenschaftler verfolgen weiter Hinweise, wonach giftige Algen ursächlich sein könnten. Bewiesen ist die Theorie bislang nicht. Im Mündungsgebiet des Flusses, im "Kleinen Haff", haben die Behörden eigenen Angaben zufolge bisher weder Fischkadaver noch ungewöhnliche Messdaten gefunden. Die Sorgen vor einer Umweltkatastrophe und Folgen für das Ökosystem seien aber weiterhin da und die Behörden daher in Alarmbereitschaft, heißt es aus dem Umweltministerium. Regelmäßig werde das Wasser im kleinen Haff untersucht. Zudem werde Polen und auch Brandenburg bei der Suche nach der Ursache für das Sterben der Fische weiter geholfen.

Die Oder: Der Fluss in Zahlen und Fakten

  • Länge: 866 Kilometer bis Szczecin (Stettin)
  • Quelle: Bei Kozlov in Tschechien
  • Mündung: Swinemünde am Stettiner Haff sowie um Usedom und Wolin
  • Verlauf: Tschechien, Polen, deutsch-polnisches Grenzgebiet
  • Grenzfluss zwischen Deutschland und Polen: 179 Kilometer (verteilt auf Oder und Westoder)
  • Schiffbare Kilometer: 717 Kilometer
Weitere Informationen: Dossier "Die Oder" auf planet-wissen.de vom Westdeutschen Rundfunk

 

Weitere Informationen
Schwedt: Tote Fische haben sich an einer Sperre, die von der Feuerwehr verlegt wurde, im deutsch-polnischen Grenzfluss Westoder, nahe dem Abzweig vom Hauptfluss Oder, auf der Wasseroberfläche gesammelt. ©  Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto:  Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 17.08.2022 | 19:30 Uhr

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