Ungenutzte Sportgeräte stehen in einem geschlossenen Fitnessstudio. © picture alliance/dpa Foto: Rolf Vennenbernd

Leichte Lockerungen bei hohen Corona-Infektionszahlen in MV

Stand: 07.12.2021 16:20 Uhr

Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern lockert die Corona-Regeln für Fitnessstudios und den Vereinssport bei hohen Infektionszahlen. Von Donnerstag an (9. Dezember) soll das Training selbst dann möglich sein, wenn ein Landkreis länger als eine Woche im roten Bereich auf der Corona-Karte liegt.

Voraussetzung ist die 2G-Plus-Regel, also dass die Sportler geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sind, wie Gesundheistministerin Stefanie Drese (SPD) am Dienstag in Schwerin nach einer Kabinettssitzung sagte. Dann können Interessierte weiterhin im Fitnessstudio trainieren. Auch in Sportvereinen soll das Training unter dieser Voraussetzung weiter möglich sein. In Innenräumen - dazu zählen auch Schwimmhallen - dürften 15 Menschen zusammenkommen. Draußen liegt die Grenze bei 25 Personen.

2G-Regel gilt künftig landesweit im Einzelhandel

Verschärft wurde dagegen die 2G-Regel im Einzelhandel: Sie greift künftig landesweit - unabhängig von der Infektionslage. Das hatten Bund und Länder bereits auf ihrem Gipfel in der vergangenen Woche beschlossen. Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs bleiben aber weiterhin für alle offen. Auf Nicht-Geimpfte kommen außerdem strengere Kontaktbeschränkungen zu. Für sie gilt: Der eigene Haushalt darf sich nur noch mit zwei weiteren Personen treffen.

Am Donnerstag endet damit auch im Westen des Bundeslandes eine kurze Phase, in der auch Getestete wieder uneingeschränkt einkaufen durften. In zwei Landkreisen und Schwerin hatte die Corona-Ampel wieder länger auf Orange gestanden, so dass dort Zugangsbeschränkungen nach der alten Verordnung entfielen. Der Handelsverband Nord meldete verfassungsrechtliche Bedenken gegen die neue Regelung an.

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Gemeindevertretungen sollen selbst entscheiden können

Außerdem wurden nach Angaben der stellvertretenden Ministerpräsidentin Simone Oldenburg (Linke) der gesetzliche Rahmen für Zusammenkünfte kommunaler Vertretungen geändert. Die Vertretungen sollen selbst entscheiden, wie sich zu ihren Sitzungen zusammenkommen - beispielsweise hybrid oder in Präsenz. "Es kann 3G gelten", so Oldenburg. Jeder Bürgermeister solle dies selbst entscheiden können.

MV erhält 28.000 zusätzliche Biontech-Impfstoffdosen - "zu wenig"

Wie Oldenburg weiter sagte, wird in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen fast wieder so viel geimpft wie in den Hoch-Zeiten im Sommer. So habe es vergangene Woche im Nordosten 110.000 Corona-Schutzimpfungen gegeben, im Sommer seien es wöchentlich bis zu 120.000 gewesen. Die Mehrzahl seien nun zwar Auffrischungsimpfungen, aber: "Für uns ist es sehr erfreulich, dass wir jetzt auch täglich 3.000 Erstimpfungen zu verzeichnen haben", sagte Oldenburg, die laut Staatskanzlei die erkältete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vertrat. Sorge bereite allerdings der unzureichende Impfstoffnachschub. Die jetzt zugesagte Zusatzlieferung von 28.000 Dosen des Präparats von Biontech reiche nicht aus, um den Bedarf im Land zu decken. "Hier muss vom Bund wesentlich mehr Verlässlichkeit her, damit wir besser, schneller impfen können", betonte Oldenburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 07.12.2021 | 16:00 Uhr

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Coronavirus

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