Stand: 03.07.2019 06:48 Uhr

Landesweit hohe Waldbrandgefahr

Die Waldbrandgefahr ist in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin sehr hoch. In Mirow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wurde mit der Waldbrandgefahrenstufe fünf die höchste Stufe ausgerufen. Darüber informierte das Leitforstamt in Mirow.

Trockenes Gras leicht entzündlich

Die beiden Forstämter haben vorrangig Kiefernwälder im Bestand. Durch die Hitze der vergangenen Wochen sind die Böden ausgetrocknet. Ein Funke genüge, um das Halmheu, so wird die Bodenvegetation nach der Grasblüte genannt, zu entzünden, warnt das Müritz-Nationalparkamt. In den Forstämtern sind zusätzliche Rufbereitschaften im Einsatz. Es gibt zudem eine ständige Kommunikation zwischen Polizei, Brand und Katastrophenschutz sowie dem Lagezentrum des Innenministeriums. Bereits ab Warnstufe 4 können Waldwege gesperrt werden. Das ist bislang aber noch nicht passiert.

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So hoch ist die Waldbrandgefahr in den Landesteilen

Mit Hilfe dieser Karte des Landesforsts MV erkennen Sie die aktuellen Waldbrandwarnstufen der einzelnen Leitforstämter. So können Sie das Risiko für Ihre Region einschätzen. extern

Lage bleibt angespannt: Kaum Regen in Sicht

Die Forstämter Radelübbe, Jasnitz, Sandhof, Bad Doberan und Neubrandenburg haben die Waldbrandwarnstufe 4 festgelegt. In den Forstämtern Güstrow und Poggendorf gilt die mittlere Gefahrenstufe drei. Die Situation bleibt auch in den kommenden Tagen angespannt: Stärkerer Regen ist laut Deutschem Wetterdienst nicht in Sicht. Die Forstämter warnen davor, in unmittelbarer Nähe von Wäldern Feuer zu machen, oder brennende Zigaretten aus dem Auto zu werfen. Das Befahren nichtöffentlicher Waldwege oder trockener Wiesen ist ebenfalls zu unterlassen.

Landwirtschaftsminister warnt vor Feldbränden

Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) warnte zum Beginn der Getreideernte die Landwirte vor Feldbränden. Im ganzen Land herrsche auch auf den Feldern des Landes extreme Trockenheit. "Die Gefahr von Feldbränden ist derzeit enorm hoch, vergleichbar mit dem Vorjahr", sagte Backhaus am Dienstag mit Hinweis auf den Waldbrand bei Lübtheen. Es komme deshalb auf alle an, konsequent die Brandrisiken zu minimieren. Für eine eventuelle Brandbekämpfung seien während der Mähdrescharbeiten zusätzlich Wasser und Pflug zur Erstbekämpfung bereitzuhalten.

Strohpresse bei Sietow abgebrannt

Erst am Dienstag kam es es bei Erntearbeiten im Kreis Mecklenburgische Seenplatte zu einem Feuer: Zwischen Sembzin und Sietow geriet eine Strohpresse in Brand. Zunächst versuchte der Maschinenführer die Flammen selbst zu löschen, was ihm aber nicht gelang. Die alarmierte Feuerwehr konnte eine Ausbreitung des Brandes verhindern, die Strohpresse war jedoch nicht mehr zu retten. Es entstand ein Sachschaden von etwa 60.000 Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.07.2019 | 07:00 Uhr

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