Stand: 17.12.2018 18:26 Uhr

Kritik an Hennenaufzucht - Prüfung umgangen?

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Der BUND kritisiert die Planungen für eine Hennenaufzucht in Hoort. (Symbolbild)

Die Umweltverband BUND wirft dem Investoren einer großen Hennenaufzucht in Hoort bei Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vor, eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu umgehen. In der Anlage sollen laut BUND pro Jahr rund 255.000 Legehennen aufgezogen werden.

BUND: Prüfungsgrenze um ein Huhn unterschritten

Der Investor hat demnach beim Staatlichen Amt für Umwelt und Naturschutz (StALU) einen Antrag für 84.999 Tiere pro Durchgang gestellt. Ab 85.000 sei eine Umweltverträglichkeitsprüfung Pflicht. Es sei erkennbar, dass der Antragsteller eine umfassende Prüfung umgehen wolle, sagte BUND-Geschäftsführerin Corinna Cwielag. Sie nannte das Vorhaben eine Mogelpackung und kritisierte, dass das StaLU den Antrag angenommen hat. Wenn Genehmigungsverfahren auf diese Weise ablaufen, werde es Großinvestoren einfach und Anwohnern schwer gemacht.

Umweltschützer sehen Gefahr für Grundwasser

Laut BUND kommt hinzu, dass aus der Anlage 1.300 Tonnen Kot pro Jahr in der Umgebung ausgebracht werden. Es bestehe eine Gefahr für das Grundwasser. Messstellen in der Nähe des geplanten Anlage hätten bereits 2010 die gesetzlichen Grenzwerte überschritten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.12.2018 | 19:00 Uhr

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