Stand: 29.05.2019 09:17 Uhr

Kleingärten: Regeln sollen gelockert werden

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Mehr als 4.000 Parzellen im Nordosten stehen leer.

Die strengen Vorschriften für Kleingärtner sollen gelockert werden. Dafür sprach sich nach einem entsprechenden Vorstoß von Umwelt- und Agrarminister Till Backhaus (SPD) auch der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) aus. Dem Leerstand von Gärten in ländlichen Regionen könne nur begegnet werden, wenn die starren Regeln im Bundeskleingartengesetzes fallen, sagte VDGN-Präsidiumsmitglied Christian Gräff.

Strenge Regeln sind nicht familienfreundlich

Dazu gehöre die Festlegung, dass ein Drittel jeder Parzelle für den Gemüse- und Obstanbau genutzt werden müsse. Für junge Familien stehe jedoch die Erholung im Vordergrund. Oftmals fehle auch die Zeit für intensives Gärtnern. Gräff forderte auch, dass die Laubengröße nicht mehr auf 24 Quadratmeter begrenzt wird. Das werde den Bedürfnissen junger Familien nicht mehr gerecht. Backhaus zufolge wurden bereits 2015 schon mehr als 4.000 Parzellen im Land nicht bewirtschaftet.

MV hat nach Sachsen die Nase vorn

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Sachsen die meisten Kleingärten. Vor allem in den ländlichen Regionen nimmt der Leerstand immer mehr zu, geht aus einer Studie des Bundesinstitituts für Bau, Stadt und Raumforschung hervor. Gleichzeitig gebe es für Gartenparzellen in Städten lange Wartelisten. Demnach ist fast jede fünfte Parzelle derzeit ohne Besitzer. Seit der Jahrtausendwende hat sich diese Zahl mehr als verdreifacht.

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Immer mehr Kleingärten in MV stehen leer

Vor allem im ländlichen Raum ist das Problem groß. Laut einer aktuellen Studie ist fast jede fünfte Parzelle ohne Besitzer. Viele Gärtner geben aus Altersgründen auf und finden keinen Nachfolger. mehr

Nur wenig Interesse bei jungen Menschen

Hauptursache ist für den Verband der Kleingärtner, dass immer mehr Gärten aus Altersgründen aufgegeben werden. 90 Prozent aller Kleingärtner sind älter als 50 Jahre. Gegensteuen sollen Programme des Landwirtschaftministeriums wie die Förderung von Schulgärten. In Stralsund wird die kollektive Bewirtschaftung leer stehender Gärten ausprobiert. Alteingesessene Vereinsmitglieder treffen sich regelmäßig dort, wo sonst alles verwildern würde. Die Ernte wird meist an gemeinnützige Einrichtungen wie die Tafel gespendet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 28.05.2019 | 06:00 Uhr

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