Stand: 30.01.2019 14:01 Uhr

Keine Einigung bei Streit um geplante Darßbahn

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Seit Jahren gibt es Pläne, die stillgelegte Bahnstrecke zwischen Barth und Prerow wieder aufzubauen. (Archivbild)

Vor dem Oberverwaltungsgericht in Greifswald haben Befürworter und Gegner am Mittwoch erfolglos über die geplante Darßbahn verhandelt. In einer nicht öffentlichen Sitzung hatten die Befürworter der Bahnstrecke, also der Bund und die Usedomer Bäderbahn, zusammen mit der Gemeinde Pruchten knapp drei Stunden über das Projekt verhandelt. In den kommenden Tagen sollen die Parteien nun entscheiden, ob sie eine weitere mündliche Verhandlung wollen. Andernfalls wird das Gericht schriftlich eine Entscheidung fällen. Die Gemeinde Pruchten hatte sich gegen den Planfeststellungsbeschluss und den Trassenverlauf der geplanten Zugverbindung von Barth bis Prerow ausgesprochen. Es geht vor allem um die Finanzierung.

Gemeinde fürchtet zu hohe Kosten

Pruchten befürchtet, knapp 500.000 Euro Eigenanteil investieren zu müssen für die Errichtung und die Sicherung der geplanten Bahnübergänge, so eine Sprecherin des Gerichts. In einer nicht öffentlichen Sitzung wollen nun die Befürworter der Bahnstrecke, also der Bund und die Usedomer Bäderbahn, zusammen mit Pruchten über das Projekt verhandeln. Dabei geht es neben dem Planfeststellungsbeschluss auch um die Trassenführung und ein noch fehlendes Verkehrskonzept.

Konzept der Darßbahn schon lange in der Diskussion

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Bislang fährt die Usedomer Bäderbahn nur bis nach Barth. (Archivbild)

Seit vielen Jahren gibt es Pläne, die nach dem Krieg stillgelegte Bahnstrecke zwischen Barth und Prerow wieder aufzubauen. Die Darßbahn ist nach Ansicht von Bundes- und Landesregierung, aber auch von vielen Tourismusexperten notwendig, um den Ansturm von Feriengästen zu bewältigen Die Kosten dafür werden auf rund 115 Millionen Euro geschätzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 30.01.2019 | 06:30 Uhr

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