Stand: 06.07.2020 12:54 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Gericht erlaubt Escort-Service trotz Corona

Prostituierte dürfen auch in Corona-Zeiten ihrer Tätigkeit als Escort-Damen nachgehen, wenn sie ihre Kunden zu Hause aufsuchen oder in Hotels treffen. (Symbolbild)

Escort-Damen dürfen in Mecklenburg-Vorpommern Kunden treffen, wenn sie dies bei ihnen zu Hause oder in Hotels tun. Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Schwerin entsprach weitgehend dem entsprechenden Eilantrag einer Prostituierten, wie es am Montag mitteilte (Az. 7 B 1100/20 SN). Die Frau wollte gerichtlich feststellen lassen, dass die von ihr beabsichtigte Wiederaufnahme ihrer seit März 2020 ruhenden Tätigkeit zulässig sei.

Ministerium legt Berufung ein - Beschluss noch nicht rechtskräftig

Dabei geht es laut Gericht um entgeltliche sexuelle Dienstleistungen außerhalb von Bordellen und "unter Beachtung der geltenden Abstands- und Hygieneregelungen". Die von der Landesregierung erlassene Verordnung zum Schutz gegen Corona-Infektionen in der Fassung vom 23. Juni untersage diese Art der Berufstätigkeit nicht, urteilte das Gericht. Das Gesundheitsministerium in Schwerin habe allerdings Beschwerde eingelegt, so dass der Beschluss des Verwaltungsgerichts noch nicht rechtskräftig sei und sich nun das Oberverwaltungsgericht in Greifswald mit dem Fall befasse.

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Verordnung regelt Dokumentationspflichten nicht

Die aktuelle Verordnung biete auch für die Anordnung von Dokumentationspflichten über Prostituierten-Kunden keine Handhabe. Der Eilbedürftigkeit des Antrags sei stattgegeben worden, weil Verstöße gegen die Corona-Verordnung mit Bußgeldern geahndet werden können. Diese drohten der Antragstellerin. Außerdem könne sie seit März keine Einkünfte für ihren Lebensunterhalt mehr erzielen, so ein Sprecher.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 06.07.2020 | 13:00 Uhr

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