Stand: 17.04.2018 17:26 Uhr

Frau zu Tode gefoltert: Neuer Prozess gestartet

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Eine Frau kam im Sommer 2016 in Alt Rehse bei Neubrandenburg ums Leben. Jetzt wird erneut gegen einen 52-Jährigen verhandelt (Archiv).

Vor dem Landgericht Neubrandenburg wird seit Dienstag erneut gegen einen 52-jährigen Mann wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung mit Todesfolge verhandelt. Dem Mann wird vorgeworfen, eine Frau in Alt Rehse zu Tode gefoltert zu haben. Der Bundesgerichtshof hatte ein früheres Urteil gegen den Angeklagten aufgehoben und die Neuverhandlung angeordnet, um zu klären, ob der Mann zur Tatzeit schuldfähig war.

Gericht prüft Gesundheitszustand des Angeklagten

Der Mann befindet sich nach wie vor in Haft. In der Neuverhandlung soll sein Gesundheitszustand zur Tatzeit genauer geprüft werden. In dem vorangegangenen Prozess war dem Angeklagten bereits verminderte Schuldfähigkeit attestiert worden. Eine psychiatrische Begutachtung hatte er aber abgelehnt. Im ersten Prozess war er wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Freiheitsberaubung mit Todesfolge zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Kammer am Landgericht Neubrandenburg unter Richter Carl-Christian Deutsch schloss zu Prozessbeginn die Öffentlichkeit auf Antrag der Staatsanwaltschaft bis zur Urteilsverkündung aus. Diese soll Ende August oder Anfang September erfolgen.

Ein Angeklater vor Gericht hält sich einen Ordner vor das Gesicht

Tod durch Folter: Prozess wird neu aufgerollt

Nordmagazin -

Am Landgericht Neubrandenburg hat der Revisionsprozess gegen einen 52-Jährigen begonnen. Er soll 2016 seine Lebensgefährtin so schwer misshandelt haben, dass sie starb.

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Sommer 2016: Frau zu Tode gequält

Laut Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte das Opfer im Sommer 2016 nackt an ein Bett gefesselt und sie mit einer Peitsche misshandelt. Die Frau starb, nachdem sie tagelang weder zu Essen noch zu Trinken bekommen hatte. Ihre stark verweste Leiche war später bei einem Polizeieinsatz wegen Ruhestörung im Haus gefunden worden. Im ersten Prozess vor dem Landgericht Neubrandenburg erklärte der Angeklagte damals, sein Geständnis sei nur zustande gekommen, weil er unter Medikamenteneinfluss gestanden habe.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.04.2018 | 07:00 Uhr

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