Stand: 23.03.2020 08:01 Uhr

Einreisekontrollen durchbrochen: Ermittlungen gegen Autofahrer

Zwei Polizisten stehen mit dem Rücken zur Kamera auf einer straße. Sie tragen gelbe Polizeiwarnwesten und ihnen kommt ein Pkw entgegen.
An den Einreisekontrollstellen haben zwei Autofahrer aus Brandenburg Gas gegeben und sind ins Land Mecklenburg-Vrorpommern gefahren. (Symbolbild)

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern ermittelt gegen zwei Autofahrer aus Brandenburg. Sie sollen die Kontrollstellen für das Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern durchbrochen haben und unerlaubt ins Land gefahren sein. Nach Angaben eines Polizeisprechers ereigneten sich beide Vorfälle am Sonnabend - auf der B109 bei Rollwitz (Vorpommern-Greifswald) sowie auf der B96 bei Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).

Flüchtende wurden nicht verfolgt

Bei den Vorfällen ist niemand verletzt worden. Die Polizei habe von einer Verfolgung der Autos abgesehen, weil die Kfz-Kennzeichen und die Halter der Fahrzeuge bekannt seien. Den Tatverdächtigen wird Missachtung von Haltesignalen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

Rund 1.000 Menschen von Zurückweisungen betroffen

An insgesamt zehn Kontrollstellen an Hauptverkehrsstraßen wird das Einreiseverbot von der Polizei seit Freitag überwacht. Seitdem sind gut 6.000 Fahrzeuge kontrolliert worden, etwa 700 davon - mehr als jedes zehnte - wurden zurückgewiesen. Betroffen waren rund 1.000 Fahrzeuginsassen.

Vorläufig kein Tourismus mehr in MV

Nach Mecklenburg-Vorpommern darf nur noch einreisen, wer hierzulande arbeitet, wohnt oder einen anderen nachweisbaren dringenden Grund hat. Autos mit Kennzeichen aus Mecklenburg-Vorpommern würden durchgewunken, andere im Zweifelsfall angehalten und die Fahrer nach dem Grund ihrer Einreise befragt. Wer sich nicht daran halte, begehe eine Straftat, erklärte Caffier. In dem Fall droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.03.2020 | 08:00 Uhr

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