Ein Toter und eine Schwerverletzte bei Unfall mit dem Molli

Stand: 27.09.2021 20:58 Uhr

Schwerer Unfall mit dem Molli: An einem Bahnübergang ist die Bäderbahn mit einem Wohnmobil kollidiert. Der Fahrer des Wohnmobils wurde bei dem Unfall getötet, die Beifahrerin schwer verletzt.

Bei einem Unfall mit der Dampfeisenbahn Molli ist am Sonntagvormittag ein 72-jähriger Wohnmobilfahrer aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg ums Leben gekommen. Seine 71-jährige Beifahrerin wurde mit einem schweren Schock ins Krankenhaus gebracht. Wie ein Sprecher des Landkreises Rostock mitteilte, waren die Schmalspurbahn und das Wohnmobil an einem unbeschrankten Bahnübergang zwischen Heiligendamm und Kühlungsborn zusammengestoßen. Die etwa 25 Fahrgäste und das Personal im Molli blieben bei dem Unfall unverletzt.

Wohnmobil zerteilt und mitgeschleift

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte der Wohnmobilfahrer zunächst vor dem Bahnübergang in Höhe Wittenbeck angehalten. Dann allerdings sei er, obwohl der Zug kam, auf die Gleise gefahren. Die mehr als 40 Tonnen schwere Dampflok habe das deutlich leichtere Wohnmobil erfasst, es zerteilt und etwa 50 Meter weit mitgeschleift.

Sechsstelliger Sachschaden

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf eine sechsstellige Summe. Die Molli-Strecke war den ganzen Sonntag über gesperrt, es gab einen Schienenersatzverkehr. Wie die Mecklenburgische Bäderbahn mitteilte, wurde die leicht beschädigte Dampflok samt Zug noch am Sonntag nach Heiligendamm gebracht und dort untersucht. Inzwischen hat der Molli seinen Fahrbetrieb wieder aufgenommen.

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Der Rettungsdienst hebt einen Mann auf eine Trage. viele Menschen stehen durcheinander. Einige machen Fotos und filmen mit ihrern Handys. © NDR.de Foto: Jürgen Jenauer

Hintergrund: Die Retter am Unfallort

Feuerwehr und Notärzte sind immer in Bereitschaft, falls irgendwo im Norden ein Unfall passiert. Wie gehen die Retter vor? Alle Infos in der Bildergalerie. Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.09.2021 | 20:00 Uhr

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