Stand: 29.07.2020 17:57 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Covid-19: Leben mit Spätfolgen

"Wenn sie es nicht glauben, müssen sie es halt erleben - und das wünsche ich eigentlich keinem", sagt der gebürtige Schweriner André Karkhof. Er richtet sich damit an diejenigen, die bezweifeln, dass eine Corona-Infektion schwerwiegende Folgen haben kann. Im Interview mit dem NDR Nordmagazin berichtet er, dass er sich im Frühjahr im Skiurlaub mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Von Corona genesen: Wie geht es André Karkhof?

Nordmagazin -

Der ehemalige Schweriner Handballer André Karkhof hatte einen schweren Corona-Verlauf. Nach der vermeintlichen Genesung hatte er Lähmungserscheinigungen in den Beinen.

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Spätfolgen: Taube Beine, gelähmte Füße

Auch heute leidet er noch unter Symptomen, die Ärzte als Folgen der Covid-19-Erkrankung einordnen. Karkhofs Beine sind taub, seine Füße gelähmt. "Die Ärzte sind sich nicht sicher, was es ist, aber es kann eine deutliche Folge der Corona-Sache sein." Der gebürtige Schweriner lebt in Österreich. Auch jetzt ist Karkhof noch krank geschrieben. "Ich kann wieder einigermaßen normal laufen, das war am Anfang aber sehr schwierig", berichtet er. "Beim Laufen muss ich mich sehr konzentrieren." Autofahren könne er noch nicht: "Das ist einfach gefährlich."

Fast 41 Grad Fieber

"Der Krankheitsverlauf war genau 14 Tage. Angefangen hat es mit Fieber, Husten, Kreislaufproblemen", sagt Karkhof. Er habe auch den Geschmackssinn und den Geruchssinn verloren. "Und ich habe in 14 Tagen 14 Kilo abgenommen." Die zweite Woche sei schlimmer gewesen, "weil ich bis fast 41 Grad Fieber hatte." Dabei gab es dann auch einen Moment, an dem André Karkhof dachte, dass die Lage besonders ernst geworden war: "An einem Mittwoch, wo ich wirklich kaputt war und nicht mehr konnte und mir gesagt habe: 'Wenn es heute soweit ist, dann ist es halt so'." Karkhof steht immer noch unter dem Eindruck des Krankheitsverlaufs seiner Corona-Infektion: "Für die, die das auf die leichte Schulter nehmen: Es ist wirklich höchst gefährlich."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.07.2020 | 19:30 Uhr

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