Stand: 17.04.2020 14:29 Uhr

Rostock: Kritik an Corona-Schutzmaßnahmen für Flüchtlinge

Eine Gruppe von Flüchtlingen kommt am Rostocker Bahnhof an. Ein Mitglied der Initiative "Rostock hilft" leitet die Flüchtlinge weiter. © DPA-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck
Ein Aktivist von "Rostock hilft" leitet Flüchtlinge am Hauptbahnhof Rostock weiter. (Archivbild)

Die Rostocker Stadtverwaltung hat Kritik unter anderem an den Corona-Schutzmaßnahmen in den Flüchtlingseinrichtungen der Stadt zurückgewiesen. Die Aktivisten von "Rostock hilft" hatten insbesondere die dezentrale Unterbringung von besonders gefährdeten Menschen gefordert. Die Stadtverwaltung könne die Kritik nur bedingt nachvollziehen, hieß es auf Anfrage von NDR 1 Radio MV. Der Kontakt zwischen den Trägern der Einrichtungen und der Stadt sei gut. Aufgezeigte Probleme würden kurzfristig besprochen und schließlich gelöst, so Stadtsprecher Kunze in einem Schreiben.

Bisher kein Bedarf für Notunterkünfte in Hotels

Konkret seien unter anderem die Gemeinschaftsräume in den Unterkünften sowie die Spielplätze geschlossen worden und es gebe ein Besuchsverbot. Für möglicherweise Infizierte gebe es separate Bereiche. Eine Notwendigkeit für Notunterkünfte in Hotels werde aktuell nicht gesehen, weil es auch so genügend Platz in den Heimen gebe. Aktuell sind 373 Asylsuchende in Rostock gemeldet. In den beiden Gemeinschaftsunterkünften sind 377 Plätze belegt. Das sei etwa der Hälfte der gesamten Kapazität, hieß es.

Ähnliche Vorwürfe in Erstaufnahmeheim Stern Buchholz

Einen bestätigten Fall einer Coronainfektion habe es bislang in keiner Flüchtlingseinrichtung gegeben. Ähnliche Kritik an der Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften hatte es bereits im Asylbewerber-Erstaufnahmeheim Stern Buchholz in Schwerin gegeben. Diese waren als "haltlos" zurückgewiesen" worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 17.04.2020 | 18:30 Uhr

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