Stand: 17.01.2019 06:27 Uhr

Busse und Bahnen in MV nur schlecht erreichbar

Nur 74,6 Prozent der Einwohner von MV haben einen kurzen Weg zu einer Haltestelle. (Archivbild)

Mecklenburg-Vorpommern ist einer Studie der "Allianz pro Schiene" zufolge Schlusslicht bei der Erreichbarkeit von Bus und Bahn. Sie bezieht sich auf Daten des Bundesinstituts für Bau, Stadt- und Raumforschung. Erfasst wurde, welcher Anteil der Bevölkerung in höchstens 600 Metern Luftlinie eine Bushaltestelle und in höchstens 1.200 Metern Entfernung einen Bahnhof hat mit jeweils mindestens 20 Fahrtmöglichkeiten am Tag.

Nur etwa dreiviertel der Einwohner hat einen kurzen Weg zur Haltestelle

Danach haben nur 74,6 Prozent der Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern einen kurzen Weg zu einer Haltestelle. Die Studie attestiert dem Land einen deutlichen Nachholbedarf. Wenn Bahnen und Busse gut erreichbar seien für die Menschen, steigere das nicht nur unmittelbar die Lebensqualität durch kürzere Fahrtzeiten zur Arbeit oder in der Freizeit, so der Geschäftsführer der "Allianz pro Schiene", Dirk Flege. Mit einem dichten Haltestellen-Netz könne die Politik auch die Belastung der Luft mit Schadstoffen mindern und die deutsche Klimabilanz verbessern.

Rehberg: Land hält Gelder zurück

Das Ergebnis der Studie sollte für das Land ein Warnschuss sein, endlich mehr für den öffentlichen Personennahverkehr zu tun, so der Rostocker CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg. Das Land halte mittlerweile mehr als 200 Millionen Euro an Regionalisierungsmitteln als Reserve zurück, die für den Schienenpersonennahverkehr bestimmt sind. Außerdem warf er dem Land vor, jährlich 11 Millionen Euro aus dem Bund im Landeshaushalt versickern zu lassen, die eigentlich für den kommunalen Straßenbau und den öffentlichen Personennahverkehr genutzt werden könnten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 17.01.2019 | 07:00 Uhr

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