Stand: 16.08.2020 19:11 Uhr

Anhaltende Hitze, anhaltender Andrang am Strand

Der Strand in Zinnowitz auf Usedom ist voller Badegäste. © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer
Auf Usedom waren die Ostseestrände am Sonntag besonders voll wie hier bei Zinnowitz.

Bei um die 30 Grad Celsius haben die Badeorte in Mecklenburg-Vorpommern wieder einen Besucheransturm erlebt. Besonders groß war der Andrang auf der Insel Usedom. Anders als noch am Vortag hielten sich die meisten Strandgäste aber an die erforderlichen Abstände, so etwa in Karlshagen oder Heringsdorf.

Derzeit rund 250.000 Urlauber auf Usedom

Insgesamt sind nach Einschätzung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) derzeit rund 250.000 Urlauber auf der Insel - ein normaler Wert in der Hochsaison, wie es hieß. Kurzentschlossene hätten auf Usedom kaum noch die Möglichkeit, eine preiswerte Unterkunft zu bekommen. Zimmer in der ersten Reihe kosteten bis zu 250 Euro pro Nacht. Die Strände im ganzen Land waren am Sonntagnachmittag laut Polizei bis zu 70 Prozent ausgelastet. Bereits am Sonnabend hatten sich Urlauber an einigen Stränden in den Küstenregionen dicht gedrängt und den Mindestabstand nicht immer eingehalten, so zum Beispiel in Zingst und auf der Insel Poel, wo einige Strandabschnitte zeitweise gesperrt werden mussten.

Besucherandrang auf Poel weitergeleitet

Auf der Insel wollten am Sonnabend zu viele Besucher gleichzeitig an den Strand. Sie wurden - wie schon am vergangenen Wochenende - an andere Strandaufgänge weitergeleitet. Etwas entspannter war es hingegen in Zierow bei Wismar. Während dort vor einer Woche zeitweise keine Gäste mehr an den Strand gelassen wurden, gab es dort am Sonnabend noch den einen oder anderen freien Platz am Wasser.

Keine Tagesgäste bei Polizeikontrollen in Boltenhagen

An der Wohlenberger Wiek waren die Parkplätze voll, hier standen die Autos entlang der Straße. Viele Gäste zählte auch Boltenhagen, hier war es jedoch etwas entspannter als am vergangenen Wochenende. Die Polizei kontrollierte verstärkt, ob sich Tagesgäste im Ostseebad aufhalten - es wurden jedoch laut Polizei keine Verstöße festgestellt. Am vorigen Wochenende mussten die Beamten rund 150 Besucher wieder nach Hause schicken.

Gut besucht waren auch andere touristische Orte entlang der Ostseeküste wie Graal Müritz sowie die Inseln Rügen und Usedom. Auch auf den Straßen war Hochbetrieb: Laut Polizei gab es etliche Unfälle mit einem Toten und mehreren Verletzten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 16.08.2020 | 19:00 Uhr

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