Stand: 12.02.2018 20:30 Uhr

A 20: Auch Gegenfahrbahn weggebrochen

Die gesperrte A 20 bei Tribsees sackt weiter ab. Betroffen ist jetzt auch die Gegenfahrbahn Richtung Stettin. Nachdem sich der ursprüngliche Krater in der vergangenen Woche auf knapp 100 Meter vergrößert hatte, war es nach Experteneinschätzung nur eine Frage der Zeit, bis auch die zweite Fahrbahn absackt. Teile der Schutzplanken und Zäune liegen nun in dem Loch, das am Wochenende in der Gegenrichtung entstanden ist und schon fast genau so groß ist wie der erste Krater.

A 20: Auch Gegenfahrbahn abgesackt.

A 20: Auch Gegenfahrbahn abgesackt

Nordmagazin -

Nachdem auf der A 20 bei Tribsees bereits die eine Fahrbahn auf 95 Metern Länge abgesackt war, ist nun auch die Gegenfahrbahn weggebrochen. Experten hatten dies vorausgesagt.

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Kein Einfluss auf Bauplanungen

Die Planungen zum Neubau des Autobahnabschnitts seien nicht beeinflusst, hieß es aus dem Verkehrsministerium. Einer der Gründe für das Fahrbahn-Desaster könnte ein Torf-Vorkommen unter der Autobahn sein. Was aber genau im Boden geschehen ist, wird noch untersucht. Spekuliert wird über die Verwendung zu schwacher Stützen, nicht überprüfter Bautechniken oder schlicht Fehlkalkulationen.

Zustimmung eines Grundstückseigners fehlt noch

Am vergangenen Mittwoch haben die Vorbereitungen für den Bau der Umleitungsstrecke begonnen, obwohl von den 15 betroffenen Grundstückseigentümer erst 14 der Nutzung zugestimmt haben. Die fehlenden 20 Meter vom letzten Grundstückseigentümer sollen deshalb zunächst von den Arbeiten ausgenommen bleiben. Wie Ronald Normann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr im Gespräch mit NDR 1 Radio MV sagte, laufen die Planungen weiter auf Hochtouren. Im Herbst soll mit dem Bau begonnen werden. Die Kosten werden auf 15 Millionen Euro geschätzt. Die lange Vorlaufzeit sei nötig, um alle naturschutz- und baurechtlichen Genehmigungen zu erhalten, die so ein öffentliches Bauvorhaben erfordere, so Normann.

Betreten verboten - Warnung an Schaulustige

Eindringlich warnte der Landesamtsmitarbeiter Schaulustige davor, die Abbruchstelle zu betreten. Auf einer Autobahn bestehe grundsätzlich ein Betretungsverbot für Fußgänger. Zudem sei der Damm äußerst instabil. Es herrsche Lebensgefahr, so Normann.

Metertiefes Loch in der Autobahn

Auf der Autobahn 20 bei Tribsees waren im vergangenen Jahr mehrere Meter Asphalt abgesackt. Ende September entstand auf der Fahrspur in Richtung Rostock ein Loch von etwa 10 Metern Breite, 40 Metern Länge und durchschnittlich 2,50 Meter Tiefe.

Autobahn 20: Wenn eine Straße im Boden versinkt

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Der Tag | 12.02.2018 | 11:00 Uhr

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