Ein mit Bewegungsunschärfe fotografierter Rettungswagen fährt mit Blaulicht über eine Straße. © NDR Foto: Julius Matuschik

Flächendeckender Ausbau: MV will Rettungswachen-Netz stärken

Stand: 12.07.2021 14:22 Uhr

Um im Notfall innerhalb von zehn Minuten bei betroffenen Personen anzukommen, sollen in Mecklenburg-Vorpommern 17 neue Rettungswachen und ein neuer Rettungshubschrauber-Strandort gebaut werden.

Der Ausbau der Rettungswachen soll es ermöglichen, alle Orte an öffentlichen Straßen innerhalb von zehn Minuten zu erreichen, um Menschen in der Not zu helfen. Insgesamt wird es dann 128 Rettungswachen im Land geben. Derzeit legen die Kreise die neuen Standorte für die Rettungswachen fest. Im Kreis Mecklenburgische Seenplatte sollen die Gemeinden Stuer, Roez, Rosenow, Groß Miltzow und Neukalen neue Rettungswachen bekommen. In Malchin und Altentreptow ist geplant, die Rettungswachen durch Neubauten zu ersetzen. Unklar sei derzeit noch, wer die neuen Rettungswachen bauen wird, heißt es vom Kreis. Denn die Verträge aller Rettungsdienste werden laut Landesgesetz 2025 gekündigt. Der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes hat dagegen eine Petition gestartet.

 

Weitere Informationen
Ein Rettungswagen vom Deutschen Roten Kreuz von der Seite zu sehen.

Landesrettungsdienstgesetz: Notstand für den Notdienst?

Das DRK warnt davor, dass die funktionierenden Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern bald Geschichte sein könnten. mehr

Rostock ist MV-Vorreiter

Im Rostocker Stadtteil Dierkow wird bereits die modernste Rettungs- und Feuerwache in Mecklenburg-Vorpommern gebaut. Im November letzten Jahres wurde der Grundstein dafür gelegt. Mit der Fertigstellung der Wache, sollen künftig mehr als 150 Rettungskräfte und Feuerwehrleute schneller als bisher zu möglichen Einsatzorten in Rostock-Dierkow und Toitenwinkel gelangen. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen zeigt sich darüber begeistert: "Der Neubau ermöglicht nicht nur kurze Wege innerhalb des Rostocker Nordostens. Von hier aus werden auch die vielen Betriebe im Seehafen und in den Gewerbegebieten rund um die A19 schnell erreicht." Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 28 Millionen Euro. Das Innenministerium fördert den Bau mit 2,5 Millionen Euro.

Vierter Rettungshubschrauber-Standort in MV

Darüber hinaus soll in Westmecklenburg ein Rettungshubschrauber stationiert werden. Akutell gibt es in Mecklenburg-Vorpommern drei Rettungshubschrauber-Stationen in Güstrow, Neustrelitz und Greifswald. Pro Jahr kommen sie insgesamt auf rund 3.500 Einsätze. Allein in Greifswald flog der Hubschrauber "Christoph 47" im vergangenen halben Jahr knapp 700 Einsätze. In mehr als 600 Flügen ging es dabei um Notfallretttung.

 

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Jens Riewa am Spendentelefon © NDR Foto: Uwe Ernst

"Wir halten zusammen": Großes Echo auf ARD-Spendentag

Mehr als 16,5 Millionen Euro konnte die Spendenaktion der ARD bislang verbuchen. Wir danken allen, die gespendet haben! extern