NDR Info - Redezeit

Präsenz in Schule und Kita - trifft die vierte Welle vor allem die Kleinen?

Dienstag, 07. September 2021, 21:03 bis 22:00 Uhr, NDR Info

Eine Maske und ein Corona-Test liegen neben Schulutensilien auf einem Tisch. © IMAGO / MiS
Nach den Ferien sind Kitas und Klassenräume wieder voll. Corona grassiert unter den 6 bis 12-Jährigen. Die Risiken und Folgen kann bisher niemand abschätzen.

Die Schule hat wieder begonnen - im ganzen Norden strömen Kinder und Jugendliche in ihre Kita- und Klassenräume. Die Kultusminister versprechen vollmundig einen 'Schulstart mit Sicherheitsnetz', dazu gehören regelmäßige Selbsttests, die Maskenpflicht, Lüftungskonzepte sowie Hygienepläne. Ziel: So viel Normalität in der Schule wie möglich. Dennoch infizieren sich immer mehr Schüler*innen und Kita-Kinder, oft auch bei nicht-geimpften Erwachsenen. Die Inzidenz bei den 5-14-Jährigen liegt im bevölkerungsreichsten Land NRW beispielsweise bei 322 – nach einer Woche Schulbetrieb sitzen allein dort rund 30-tausend Schulkinder in Quarantäne. Was nützen da noch offene Schulen? Wie sinnvoll ist die 5-Tages-Kurz-Quarantäne für Kinder und Jugendliche? Wo sind neue Ansätze/bundes-einheitliche Konzepte? Laufen wir, wie Gesundheits-Experte Lauterbach es formuliert, auf eine 'Durchseuchung der Kinder' zu? Könnte das von Nutzen sein für eine 'Herden-Immunität' in Deutschland? Wie steht es um eine Empfehlung der Stiko, auch kleinere Kinder impfen zu lassen?

Eine aktuelle Studie der Charité belegt inzwischen, dass Kinder sich seltener anstecken und die Symptome meist harmloser sind; dennoch: Wer kann bisher die langfristigen Schäden einer Covid-Erkrankung absehen? Muss man also möglichst viele Infektionen vermeiden? Der Verband der Kinder- und Jugendärzte befürwortet eine Impfung der 12-17-Jährigen, eine Empfehlung für jüngere Kinder liegt noch nicht vor. Warum - wo steht die Forschung? Tut die Bundesregierung zu wenig für ihr Versprechen: „Einen weiteren Lockdown wird es nicht geben“? Ist die Vorbereitung auf dies neue Schuljahr gründlich schiefgelaufen? Psychologen und Psychologinnen fordern 'so viel Normalität wie möglich', warnen vor Panikmache und Angststörungen unter den Kindern. Die Praxen sind bereits überfüllt. ‚Offene Schulen‘ also um jeden Preis? In der Praxis eine Herkules-Aufgabe: wie laufen die neuen Corona-Tests mit den Kindern? Bewährt sich der neue PCR-Lollitest? Wie sehr belastet dieser Aufwand Erzieherinnen und Lehrkräfte?

NDR Info Moderator Gerd Wolff begrüßte als Gäste:

Dr. Tanja Brunnert, Kinder- und Jugendärztin

Eva-Maria Osterhues-Bruns, Vorsitzende des Grundschul-Verbands Niedersachsen und Co-Rektorin der Grundschule in Nordholz

Prof. Dr. Hajo Zeeb, Leiter der Abteilung für Präventionsforschung und Evaluation am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS)

 

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