Zwischen Hamburg und Haiti

Cuenca: Inkas, Kathedralen und der "Panama"-Hut

Sonntag, 08. August 2021, 09:34 bis 10:00 Uhr, NDR Info

Die blauen Kuppeln der Neuen Kathedrale sind das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Cuenca. © NDR Foto: Lissette Molina de Becker

Eine Sendung von Thomas H. A. Becker

Die Neue Kathedrale in der Stadt Cuenca in Ecuador liegt auf 2.500 Metern Höhe zwischen Palmen © NDR Foto: Solange Molina de Becker
Die blauen Kuppeln der Neuen Kathedrale sind das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Errichtet ab 1885 in einem Zeitraum von fast 100 Jahren. Geplant hat sie der deutsche Architekt Johannes Stiehle.

Drei Weltkulturerbe der UNO vereinigen sich in Cuenca: Eines beginnt noch vor den Toren der Stadt: Durch das Naturschutzgebiet Cajas mit seinen Andenkondoren und Brillenbären verläuft der Qhapaq Ñan. Das ist Kichwa, die Sprache der Ureinwohner Ecuadors.

Besser bekannt ist das Wegesystem als der Inka-Trail. Das "Volk der Sonne" hat auf ihm Handel getrieben und Kriege geführt. Noch heute führt der Inka-Trail durch Cuencas Innenstadt. Allerdings reiht sich jetzt Kneipe an Kneipe.

Inka Trail führt durch Cuencas Innenstadt

Steinen der alten Kathedrale der Stadt Cuenca in Ecuador © NDR Foto: Lissette Molina de Becker
An den Steinen der alten Kathedrale kann man die Geschichte der Stadt ablesen: Unten die Steine der Ureinwohner Cañari, darüber haben die Besatzer aus dem Süden, die Inka, ihren Tempel gebaut und schließlich haben die Spanier darauf 1557 ihre Kathedrale errichtet.

Er ist die Partymeile des 300.000-Einwohner-Städtchens, hoch in den ecuadorianischen Anden, keine 300 Kilometer vom Äquator entfernt. Die Altstadt steht schon seit über 20 Jahren unter dem Schutz der UNESCO. Ihre charmanten Kolonialbauten und eleganten Bürgerhäuser säumen den zentralen Platz, den Parque Plaza Abdón Calderón: Um seinen kleinen Steinbrunnen spielen Kinder, alte Menschen sitzen auf den Bänken und betrachten gelassen das Treiben von Straßenverkäufern, Schuhputzern und den zähflüssigen Verkehr auf den Kopfsteinpflasterstraßen vor den gleich zwei Kathedralen der Stadt.

Panamahut - bekanntester Exportartikel

Cuenca ist gelassen - aber elegant. So wie der bekannteste Exportartikel der Stadt: Der sogenannte Panama-Hut hat schon die Köpfe von Erich Honecker, Winston Churchill und Humphrey Bogart geschmückt. Allerdings kennt kaum jemand die wahre Herkunft des mondänen Strohhutes.

Der Panama-Hut heißt eigentlich Paja-Toquilla und kommt aus Ecuador. Die traditionelle Handwerkskunst des Hutwebens ist einzigartig und wurde deshalb ebenfalls als Welterbe anerkannt.

Hände flechten das Stroh für einen Panama-Hut © NDR Foto: Lissette Molina de Becker
Der weltbekannte, sogenannte Panama-Hut. Der geflochtene, helle Strohhut heißt eigentlich Paja Toquilla und kommt aus Ecuador. Paja bedeutet Palme und toquilla so viel wie flechten. Die meisten der Hüte werden hier in Cuenca hergestellt und in alle Welt verschickt.

NDR Reporter Thomas Becker lebt in dem kleinen Land am Äquator. Sein Besuch im charmante Kolonialstädtchen, rund 2.500 Meter über der tropischen Tiefebene, wird sein vorerst letzter Bericht aus Ecuador sein, bevor er nach sechs Jahren in seine norddeutsche Heimat Braunschweig zurückkehrt.

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Die blauen Kuppeln der Neuen Kathedrale sind das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Cuenca. © NDR Foto: Lissette Molina de Becker
30 Min

Ecuador - Auf den Spuren der Inkas

Cuenca ist gelassen - aber elegant. Der bekannteste Exportartikel ist der "Panama"-Hut, den Winston Churchill gern trug. 30 Min

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