Ein Strand mit leeren Liegen in Varosha. © dpa picture alliance Foto: Danil Shamkin

Reize und Gereiztheiten - Zypern Urlaub zwischen Aphrodite und Erdogan

Sendung: NDR Info Hintergrund | 19.07.2021 | 20:33 Uhr | von Christian Buttkereit
25 Min | Verfügbar bis 19.07.2022

Das sonnenverwöhnte Zypern bietet Touristen viel. Doch die politisch geteilte Ferieninsel leidet unter ihrer Vergangenheit.

Die Sonne scheint an mehr als 300 Tagen im Jahr, lange Strände laden zum Baden ein, hohe Berge zum Wandern. Dazu jede Menge Kulinarisches und eine Jahrtausende alte Kultur. Das ist die Sonnenseite Zyperns. Auf der Schattenseite steht die Teilung der Insel in die Republik Zypern im Süden und die nur von der Türkei anerkannte Republik Nordzypern. Auch die seit Ende Juni stark steigenden Covid-19 Erkrankungen sind für den Insel-Tourismus eine Bürde. Wegen des hohen Infektionsrisikos hat das Auswärtige Amt für Zypern wieder eine Reisewarnung ausgesprochen.

Für Besucher wird die Teilung der Insel seit kurzem sinnlich erfahrbar. Denn die ehemalige Tourismushochburg Varosha, direkt an der Pufferzone, ist erstmals seit der türkischen Invasion 1974 wieder zugänglich. Die einseitige Öffnung durch die türkisch-zyprischen Seite geht auf Initiative des türkischen Präsidenten Erdogan zurück und birgt politischen Sprengstoff. Besucher, die das nicht stört, können die Geisterstadt mit Leihfahrrädern erkunden und vor der Kulisse kriegsbeschädigter Gebäude Strandleben und azurblaues Meer genießen.

Die Shownotes zur Folge:
https://www.tagesschau.de/ausland/varosha-zypern-strand-101.html

Einige Badegäste sitzen auf Liegen am Strand von Varosha. © dpa picture alliance Foto: Danil Shamkin

Zypern: Reize und Gereiztheiten

Urlaub auf Zypern birgt politische Brisanz. Auf Initiative Erdogans wurde die Touristenhochburg Varosha wieder geöffnet. mehr