Burj Khalifa in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate. © picture alliance / Markus Mainka | Markus Mainka

Land ohne Limit - 50 Jahre Vereinigte Arabische Emirate

Sendung: NDR Info Hintergrund | 15.12.2021 | 20:33 Uhr | von Anne Allmeling
15 Min | Verfügbar bis 15.12.2022

Die Emirate sind mit Öl reich geworden. Das Land aufgebaut haben vor allem Gastarbeiter. Sie haben kaum Rechte.

Wo Menschen früher nach Perlen tauchten, ragen heute Wolkenkratzer in den Himmel. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten rasant entwickelt. Riesige Ölvorkommen ermöglichen den Emiratis ein Leben im Luxus. Ihre Herrscher präsentieren den kleinen Staat am Golf gerne als Übermorgenland, auch auf der laufenden Weltausstellung Expo 2020, die coronabedingt um ein Jahr verschoben wurde. Mit Superlativen aufzutrumpfen, ist dem kleinen Land im Osten der Arabischen Halbinsel schon einige Male gelungen. So steht in Dubai der fast 830 Meter hohe Wolkenkratzer Burj Khalifa. Das höchste Gebäude der Welt.

Doch die glänzende Fassade hat ihren Preis. Von den zehn Millionen Einwohnern besitzt nur jeder zehnte die emiratische Staatsbürgerschaft, an die zahlreiche Privilegien geknüpft sind. Gastarbeiter aus Indien, Pakistan, Afghanistan und arabischen Ländern haben den Staat aufgebaut - als Bauarbeiter, Ingenieure, Kellner, Schneider oder Sicherheitskräfte. Ihre Arbeitsbedingungen gelten als hart, weil sie viele Pflichten, aber kaum Rechte haben. Öffentliche Kritik ist in den Emiraten unerwünscht. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe.

Slyline in Dubai mit Burj Khalifa (Mitte hinten) © dpa picture alliance Foto: Markus Mainka

Land ohne Limit – 50 Jahre Vereinigte Arabische Emirate

Ein Land der Superlative und der Extreme. Nur jeder zehnte Einwohner besitzt die emiratische Staatsbürgerschaft. mehr