Stand: 29.11.2019 20:05 Uhr

"Fridays for Future": Klimaschutz-Demos im Norden

Die Jugendbewegung "Fridays for Future" hat am Freitag wieder viele Menschen auf die Straßen gebracht, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Im Rahmen eines weltweiten "Klimastreiks" gab es laut einer Sprecherin bundesweit Kundgebungen und Demonstrationen in etwa 500 Städten. In Norddeutschland kamen an mehreren Orten insgesamt Zehntausende Demonstranten zusammen.

In der Hamburger Innenstadt versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur wohl größten Demo in Norddeutschland. Jesko Hennig vom Veranstalter "Fridays for Future" sprach auf NDR 90,3 von mehr als 60.000 Teilnehmenden. Bis auf Verkehrsbehinderungen gab es nach Polizeiangaben keine Zwischenfälle. Viele Organisationen, Kirchen, Unternehmen, Vereine und Bündnisse unterstützten den Demo-Aufruf in Hamburg. Mit dabei war auch Deichkind. Bei der Abschlusskundgebung spielte die Hamburger Band mehrere Songs. Vor knapp zwei Monaten waren sogar etwa 100.000 Menschen in der Hansestadt für den Klimaschutz auf die Straße gegangen.

Demonstrationen überall im Norden

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Auch in Flensburg formierte sich eine "Fridays for Future"-Demonstration.

Auch in den anderen norddeutschen Landeshauptstädten Hannover, Kiel und Schwerin sowie unter anderem in Lübeck, Flensburg, Oldenburg, Celle, Lüneburg, Osnabrück, Rostock, Stralsund und auf den Nordsee-Inseln Sylt, Pellworm, Spiekeroog und Borkum gab es Proteste. Auch auf dem arktischen Eis auf dem deutschen Forschungsschiff "Polarstern" des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts wurde demonstriert: Wissenschaftler hielten vor dem Schiff ein Plakat hoch, auf dem stand: "Wir liefern die Fakten. Es ist Zeit zum Handeln!"

Proteste aus Anlass der UN-Klimakonferenz

Anlass für den vierten weltweiten Streik-Aufruf war die UN-Klimakonferenz, die vom 2. bis zum 13. Dezember in der spanischen Hauptstadt Madrid stattfindet. Henning sagte, der Klimaschutz der Staaten sei freiwillig, die Freiwilligkeit habe bisher aber keine Wirkung gezeigt. "Deshalb gehen wir auf die Straße." Die Proteste in Deutschland richten sich auch gegen das sogenannte Klimapaket der Bundesregierung, das vom Bundesrat am Freitag in Teilen gekippt wurde.

Forderung: Mehr Ehrgeiz im Kampf gegen Erderhitzung

"Fridays for Future" war im vergangenen Jahr von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg angestoßen worden. Sie und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter fordern von der Politik mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderhitzung und die drohende Klimakatastrophe. Vor allem müsse gemäß dem Pariser Klimaabkommen die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit eingedämmt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | NDR Info | 29.11.2019 | 16:00 Uhr

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