Stand: 20.08.2019 14:22 Uhr

Hamburger Hafen testet autonome Peilboote

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Test im Hamburger Hafen: Eines der neuen autonom fahrenden Boote.

Mit zwei selbstfahrenden Vermessungsfahrzeugen will die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) in Zukunft den Hafen effizienter betreiben. Die beiden am Dienstag vorgestellten Wasserfahrzeuge - Autonomous Surface Vehicles (ASV) genannt - wurden zur Demonstration am Dienstag noch von einem Operator in einem Hafenbecken ferngesteuert.

Einsatz im Hafen komplizierter als im offenen Meer

Bei einem Workshop wollen rund 120 Vertreter von Häfen in Hamburg, Bremen/Bremerhaven und Antwerpen ausloten, ob die Fahrzeuge auch ohne Eingriffe durch einen Steuermann sicher auf der Elbe navigieren können. Anders als auf Meeren, wo solche autonomen Boote schon im Einsatz seien, müssten sie im Hafen neben den ein- und auslaufenden Schiffen auf auftauchende Freizeitboote und Barkassen reagieren können, sagte HPA-Chef Jens Meier. Die Frage, die zu klären sei, laute: "Sind die autonomen Fahrzeuge im Hafen auch sicher einzusetzen?" Außerdem müssten noch rechtliche Fragen unter anderem zur Haftung bei Kollisionen geklärt werden.

Ein autonomes Wasserfahrzeug wird im Hamburger Hafen getestet.

Selbstfahrende Boote im Hamburger Hafen

Hamburg Journal -

Die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority hat zwei autonome Peilboote im Hafen getestet. Es soll geklärt werden, ob sie sicher allein auf der Elbe und im Hafenbecken navigieren können.

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Wann die HPA solche Fahrzeuge anschafft, ist offen. "In ein bis fünf Jahren sehe ich sie im Echtbetrieb", sagt Meier. Die Technologie für autonome Fahrzeuge werde sich "schneller entwickeln, als wir glauben".

Informationen über Elbgrund, Hafenbecken und Kaimauern

Die neuen Fahrzeuge sollen Erkenntnisse über die Tiefe der Gewässer geben, damit die Schiffe auf der von Ebbe und Flut abhängigen Elbe ungehindert fahren können. Durch ihre Bordtechnik könnten sie nicht nur den Elbgrund vermessen, sondern auch die Hafenbecken und Aufschluss über den Zustand der Kaimauern geben, ergänzte der HPA-Chef. Vorteil der ASV seien ihre Wendigkeit und ein Einsatz rund um die Uhr. Dadurch kämen sie auch in Ufer- und Böschungsbereiche, in die die fünf HPA-Peilboote wegen ihrer Größe nicht mehr hinkämen.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 20.08.2019 | 19:30 Uhr

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