Stand: 16.01.2019 14:56 Uhr

Seenotretter müssen 2018 seltener helfen

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat 2018 deutlich weniger Menschen helfen müssen als im Vorjahr. Das gaben die Verantwortlichen am Mittwoch in Cuxhaven bekannt. Die Besatzungen der 59 Seenotkreuzer und - boote in Nord- und Ostsee retteten 38 Personen aus akuter Not, 2017 waren es noch 58. Außerdem brachten sie 318 Menschen vor einer drohenden Gefahr in Sicherheit - gegenüber 432 im Jahr zuvor. Insgesamt rückten die Seenotretter 2.150 Mal aus.

Surfer Flessner ist neuer Botschafter

Vorgestellt wurden die Zahlen vom neuen Botschafter der DGzRS, Bernd Flessner. Der Profi-Surfer tritt die Nachfolge von Schauspieler Till Demtrøder an. Er ist der 20. Prominente, der das Ehrenamt übernimmt.

Viele Einsätze in Nord- und Ostsee

Die Seenotretter rückten zum Beispiel im Oktober aus, als der Ausflugsdampfer "Wega II" wegen eines Maschinenschadens manövrierunfähig in der Wesermündung lag. Der Rettungskreuzer "Hermann Rudolf Meyer" schleppte das Boot mit 56 Passagieren an Bord zurück nach Fedderwardersiel. Ebenfalls im Oktober kann eine Crew zwei Seglern auf einer Jacht vor Borkum zu Hilfe, deren Maschine ausgefallen und in die Wasser eingedrungen war.

Ein Schiff der Seenotretter

Sonderfall für Seenotretter: Tochter hilft Eltern

Hallo Niedersachsen -

Von den 2.150 Einsätzen der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im letzten Jahr war einer besonders spannend: Funkerin Andrea Matzen erhielt einen Notruf von ihrem Vater.

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Schiffe fahren 127.000 Kilometer

Nach Angaben eines Sprechers haben die Schiffe der DGzRS bei Such-, Rettungs- und Kontrollfahrten im vergangenen Jahr insgesamt fast 127.000 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht mehr als drei Erdumrundungen. Für die Seenotretter arbeiten rund 180 festangestellte Mitarbeiter und 800 Freiwillige.

Weitere Informationen
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Sonderfall für Seenotretter: Tochter hilft Eltern

16.01.2019 19:30 Uhr
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Von den 2.150 Einsätzen der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im letzten Jahr war einer besonders spannend: Funkerin Andrea Matzen erhielt einen Notruf von ihrem Vater. Video (03:03 min)

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Bei den Seenotrettern in Warnemünde

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.01.2019 | 15:00 Uhr

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