Der Blick auf die Bühne eines Open-Air-Konzertes in Hamburg.

Brosda kündigt Open Air-Events in Hamburg an

Stand: 05.05.2021 22:42 Uhr

Hamburg plant einen Kultursommer unter freiem Himmel. Die Kulturbehörde investiert dafür einen Millionenbetrag in ein Corona-Förderpaket. Von Mitte Juli bis Mitte August sollen an vielen Orten in der Stadt Bühnen stehen.

von Daniel Kaiser

Dort sollen vor allem Hamburger Künstlerinnen und Künstler auftreten können. Ein Theaterstück auf dem Spielbudenplatz auf St. Pauli, eine Open Air Galerie auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz in der Innenstadt oder Popmusik auf dem Langenhorner Markt – alles ist denkbar.

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) steht während eines Besuch für eine Interview mit NDR 90,3 im Studio vor einem Mikrophon. © NDR Foto: Jean-Philipp Baeck
Die Kulturbehörde um Kultursenator Carsten Brosda stellt einen Millionenbetrag für den Kultursommer zur Verfügung.

Kultursenator Carsten Brosda (SPD) will damit zum einen ermöglichen, dass Hamburger Künstlerinnen und Künstler wieder arbeiten können. "Vor allem geht es aber auch darum, die Kultur raus auf die Straße und zu den Bürgerinnen und Bürgern zu bringen - und das möglichst in vielen Ecken der Stadt und nicht nur in Zentrum", sagte Brosda dem Kulturjournal von NDR 90,3. "Das versuchen wir jetzt, mit vielen Veranstalterinnen und Veranstaltern hinzubekommen."

Eine Jury entscheidet, wer in Hamburg dabei sein kann

Ab Donnerstag können sich Interessenten aus der Kulturszene bewerben. Angesprochen sind in einem ersten Schritt die, die bereits planen, eine Bühne aufzubauen und Hilfe benötigen. Danach sind auch Künstlerinnen und Künstler aufgerufen mitzumachen. Eine Jury entscheidet darüber, wer letztlich beim Kultursommer dabei sein wird. In Vorgesprächen hätten aber schon wichtige Hamburger Kulturinstitutionen ihre Bereitschaft zum Mitmachen signalisiert. Brosda erhofft sich einen spürbaren Kulturimpuls für die ganze Stadt wie beim Vorbild des Projekts, dem Kultursommer in Wien. "Wir wollen ermöglichen, diese überall angestaute kreative Energie im Sommer so herauszulassen, dass wir dann auch genug Schwung für den Start in die neue Kultursaison haben."

 

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda. © picture alliance/dpa Foto: Felix König
AUDIO: Das Interview mit Carsten Brosda zum Hören (9 Min)

Kultursommer wird größtenteils durch Corona-Förderpaket finanziert

Der Kultursommer ist Teil eines Corona-Förderpakets des Hamburger Senats, das insgesamt 22 Millionen Euro umfasst. Nicht nur die Bühnentechnik will die Kulturbehörde finanzieren, sondern auch die Honorare der Künstlerinnen und Künstler übernehmen. "Das sind etliche Millionen Euro, die wir bereit sind, in diesem Sommer auszugeben", sagte Brosda.

Jetzt müsse man nur noch die Daumen drücken, dass das Wetter passt und "uns der Hamburger Sommer nicht einen Strich durch die Rechnung regnet", schmunzelt der Kultursenator: "Ich für meinen Teil bin kulturell so ausgehungert, dass ich das aber auch mit einem Regenschirm überm Kopf mitmachen würde."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Kulturjournal | 05.05.2021 | 19:00 Uhr

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