Stand: 28.10.2018 20:30 Uhr

Hommage an "Queen" und Freddie Mercury

Bohemian Rhapsody
, Regie: Bryan Singer
Vorgestellt von Anna Wollner

"Bohemian Rhapsody" von Queen ist ein Song für die Ewigkeit. 1975 bescherte er der Band um Freddie Mercury den Durchbruch und genau so heißt auch der Film, der jetzt in die Kinos kommt. Ein Biopic über den wohl schillerndsten Sänger der Musikgeschichte.

Brian May (Gwilym Lee), Freddie Mercury (Rami Malek) - Szene aus dem Film "Bohemian Rapsody" © 2018 Twentieth Century Fox Film Corporation

Filmtrailer: "Bohemian Rhapsody"

Mit seiner opulenten Ausstattung steht Bryan Singers "Bohemian Rhapsody" dem schillernden Leben Freddie Mercurys in nichts nach - ein unterhaltsamer Film, mehr jedoch nicht.

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In "Bohemian Rhapsody" von Brian Singer, der kurz vor Ende der Dreharbeiten durch den Regisseur Dexter Fletcher ersetzt wurde, geht es vor allem um die Musik der legendären Band Queen. "Bohemian Rhapsody" ist - anders als der Trailer es verspricht - mehr Geschichte der Band Queen als die Geschichte von Freddie Mercury. Von den Anfängen und der Bandgründung auf einem Parkplatz, dem Durchbruch mit Bohemian Rhapsody bis hin zu ihrem größten Auftritt im Wembley-Stadion im Rahmen von Live Aid 1985 ist alles dabei.

Mercurys Biografie kommt zu kurz

Das Drehbuch von Anthony McCarten, der von Brian May und Roger Taylor beraten wurde, erzählt gradlinig und glattgebügelt die Erfolgsgeschichte der Band und fühlt sich dabei an wie das Making-of eines Best-of-Albums in chronologischer Reihenfolge.

Bei Freddie Mercury, dem eigentlichen Helden des Films, klappert der Film lieblos Lebensstationen ab: die Eltern, die den Weg ihres Sohnes missbilligen, das Abrutschen in die Drogenszene, das Feiern von Orgien, der Streit mit den anderen Bandmitgliedern. Mercurys Homosexualität und seine HIV-Diagnose reißt der Film nur an und lässt hier Potenzial links liegen.

Rami Malek spielt "ein göttliches Wesen"

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Rami Malek (links) als Freddie Mercury und Gwilym Lee als Brian May.

"Bohemian Rhapsody" funktioniert vor allem dank eines überragenden Hauptdarstellers: Rami Malek verschmilzt mit seiner Figur und wird eins mit Freddie Mercury. Der Größe seiner Figur war sich Malek dabei immer bewusst.

"Freddy Mercury ist ein göttliches Wesen", sagt Malek. "Er kommt aus einer anderen Welt. Er hat etwas Magisches, Anziehendes, was ihm sonst keiner nachmachen kann. Er ist einzigartig in seiner Stimme und seinen Bewegungen. Als Schauspieler musste ich mir also einen Zugang suchen, der mich nicht von vornherein scheitern lässt. Ich habe das Feld also von hinten aufgerollt und mir seine Biografie Schritt für Schritt erarbeitet."

Mit seiner schillernden, opulenten Ausstattung steht der Film dem schillernden Leben seiner Hauptfigur in nichts nach. Aber dennoch: "Bohemian Rhapsody" ist ein Film, der unterhält, der dem Erbe von Queen und Freddie Mercury nie gerecht werden kann. Denn die Musik von Queen ist unsterblich. Der Film ist es - leider - nicht.

Bohemian Rhapsody

Genre:
Biografie
Produktionsjahr:
2018
Produktionsland:
USA
Zusatzinfo:
mit Rami Malek, Lucy Boynton, Aaron McCusker
Regie:
Bryan Singer
Länge:
135 Min.
FSK:
ab 6 Jahre
Kinostart:
31. Oktober 2018

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Neue Filme | 29.10.2018 | 08:55 Uhr

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