Stand: 18.06.2018 11:52 Uhr  | Archiv

Teure und günstige Grillwürste im Vergleich

von Sebastian Dubielzig

Beim Grillen dürfen leckere Würstchen nicht fehlen. In einer Stichprobe vergleicht Markt Grillwürste von Markenherstellern und vom Discounter (Preis pro Kilogramm):

  • Grillbratwurst von Salzbrenner für 11,76 Euro
  • Bratmaxe von Meica für 10,70 Euro
  • Landbeck Meister Bratwurst von Aldi für 4,06 Euro
  • Grillmeister Rostbratwurst von Lidl für 4,06 Euro

Bratwürstchen vom Grill. © picture-alliance / Revierfoto Notiz
Die perfekte Grillwurst ist außen schön braun und innen würzig.

Den Geschmack der Würste probieren die Fleischermeister Bernd Höpermann und Daniel Wichern aus Wedel. Für die perfekte Zubereitung sorgen Grillmeister Andreas Tschetschorke und Koch David Thiede aus Hamburg. Die Verkostung wird als sogenannter Blindtest durchgeführt: Die Tester wissen nicht, welche Würste sie gerade probieren.

Würstchen richtig grillen

Für eine perfekte Grillwurst gibt Experte Andreas Tschetschorke diese Tipps:

  • Den Grill für direkte Hitze vorbereiten.
  • Die Würstchen bei circa 170 Grad direkt grillen, bis sie Farbe annehmen.
  • Auf der indirekten Grillzone bei circa 120 Grad weitergaren, bis die Würstchen eine Kerntemperatur von 68 bis 72 Grad haben.
  • Vor dem Servieren die Würstchen mit einem spitzen Gegenstand anstechen, damit sie beim Anschneiden nicht platzen.

Grillwürste im Vergleich

Die Bratwurst von Salzbrenner finden die Experten "fad" und "fettig". Ihnen fällt eine lange Liste an Zusatzstoffen auf.

Die Bratwurst von Meica kommt nach Angaben des Herstellers ohne Zusatzstoffe und Konservierungsstoffe aus. Den Geschmack finden die Experten in Ordnung. Für den Preis bekomme man aber auch frische, handwerklich hergestellte Wurst vom Schlachter.

Die Würste von Aldi und Lidl enthalten als Stabilisator zugesetzte Phosphate, die bei dauerhaftem, übermäßigem Verzehr Nieren schädigen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern können. Nach Ansicht von Fleischermeister Höpermann lässt sich Bratwurst auch ohne Phosphate herstellen.

Alle Würstchen in der Stichprobe haben einen hohen Gehalt an Salz. Bereits mit zwei Würsten hat man die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene tägliche Höchstmenge schon fast überschritten.

Das sagen die Hersteller bzw. Händler

Aldi zur Verwendung von Phosphat

"Phosphate gehören (…) zu den gängigen und bewährten Stabilisatoren."

 

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 16.07.2018 | 20:15 Uhr

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