Stand: 14.09.2018 09:24 Uhr  - Markt  | Archiv

Wie gesund ist Toastbrot?

von Jennie Radü
Ein Frühstück mit Toast. © fotolia.com Foto: photoeverywhere
Buttertoast enthält kaum gesunde Nährstoffe.

Toastbrot ist nicht ungesund, aber auch nicht besonders nahrhaft. Zum Beispiel enthält Buttertoast kaum Mineral- und Ballaststoffe. In Vollkorntoast stecken zwar etwas mehr Nährstoffe als in Buttertoast, aber weniger als in herkömmlichem Vollkornbrot. Aufpassen sollte man beim Toasten: Wird das Brot zu lange geröstet, kann gefährliches Acrylamid entstehen, das im Verdacht steht, an der Entstehung von Krebs beteiligt zu sein.

Körnertoast enthält am meisten Fett

Körnertoast - also Toastbrot aus herkömmlichem Teig, dem Körner beigemischt wurden - enthält meist deutlich mehr Fett als Vollkorn- oder Buttertoast. Zum Beispiel enthält der Buttertoast eines Markenherstellers lediglich 3,8 Prozent Fett, der Vollkorntoast 4,5 Prozent und der Körnertoast 9 Prozent. Nach Ansicht von Ernährungsexpertin stammt der höhere Fettanteil häufig aus Saaten wie Leinsamen und Sonnenblumenkernen. Die ungesättigten Fette seien jedoch gesund.

Verwirrende Angabe beim Vollkorntoast

Wird Toastbrot als Vollkorntoast bezeichnet, muss das verarbeitete Mehl zu 90 Prozent Vollkorn enthalten. Auf der Zutatenliste sind meist nur 57 oder 58 Prozent Vollkorn angegeben. Der Grund: Außer Mehl enthält Toast weitere Zutaten. Der auf der Verpackung ausgewiesene Vollkornanteil von 57 oder 58 Prozent bezieht sich nicht auf das Mehl, sondern auf das Gesamtprodukt.

Toast mit schwarzen Stellen wegwerfen

Beim Erhitzen von Lebensmitteln, die Kohlenhydrate enthalten, kann sich Acrylamid bilden. Der Stoff steht im Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein. Je länger Toast geröstet wird, umso höher ist in der Regel der Acrylamid-Gehalt. Schwarze Stellen am Toast deshalb unbedingt abschneiden oder am besten den schwarzen Toast wegwerfen.

Toastbrot richtig aufbewahren

Toast ist in der Regel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums genießbar. Am besten in einer Brotbox aufbewahren. Toast gehört nicht in den Kühlschrank, dort verliert er an Geschmack. Im Gefrierfach hält sich Toastbrot bis zu drei Monate. Die Scheiben lassen sich einzeln entnehmen und können direkt getoastet werden.

Schimmelpilzgifte können Organe schädigen

Hat sich an einer Stelle Schimmel gebildet, sollte man die gesamte Packung entsorgen. Schimmelpilze bilden Fäden, die sich unsichtbar durchs Brot ziehen. Pilzgifte sind hitzebeständig und können in größeren Mengen Vergiftungen hervorrufen, warnen Experten. Sie können das Immunsystem angreifen sowie Leber und Niere schädigen.

Toastbrot selbst backen

Besonders lecker ist selbst gebackenes Toastbrot. Dabei kann man die Zutaten aussuchen, zum Beispiel schmackhafte, aber teure Butter statt des günstigen Butterreinfetts. Für Menschen mit Zöliakie lässt sich Toast ohne glutenhaltiges Mehl herstellen, etwa mit Buchweizen.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

Markt | 17.09.2018 | 20:15 Uhr

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