Stand: 11.05.2018 12:24 Uhr  | Archiv

Gemüse anbauen: Setzlinge im Vergleich

von Marie-Christin Speth
Ein Hochbeet. © Jeanette Dietl Foto: Jeanette Dietl
Gemüse selbst anbauen kann ein ertragreiches Hobby sein.

Gemüse im Garten und auf dem Balkon anbauen - mit Gemüsepflanzen aus dem Gartencenter oder vom Discounter soll das problemlos gelingen. Setzlinge gibt es dort derzeit zu günstigen Preisen. Am besten gedeiht Gemüse wie Tomaten, Chilis und grüner Salat in der Sonne, deshalb ist ein Balkon oder eine Terrasse mit Ausrichtung nach Süden, Südwesten oder Südosten der ideale Standort. Der Platz sollte gut belüftet sein, denn bei stehender oder stickiger Luft droht Schädlingsbefall.

Kübel richtig befüllen

  • Der Gemüsekübel sollte zwischen 30 und 40 Zentimeter tief sein, um ausreichend Platz für die Wurzeln zu bieten.

  • Zuerst einen Blähton (Lecaton) einfüllen, etwa zehn Zentimeter hoch. Die unterste Schicht verhindert einen Wasserstau im Pflanzgefäß, da die Erde die Ablauflöcher nicht verstopfen kann.

  • Als Trennschicht ein passendes Stück Vlies über die Blähton-Schicht legen, dann die Erde einfüllen.

  •  Querverstrebungen im Pflanzgefäß verhindern ein Ausbeulen an den Seiten des Gefäßes durch die Erdlast.

  • Die Setzlinge samt Erdballen in die Erde einsetzen und rundherum andrücken. Ordentlich wässern.

  • Große, stark und aufrecht wachsende Pflanzen wie Tomate und Chili nach hinten pflanzen, kleine Pflanzen und sogenannte Begleitpflanzen wie Salat nach vorn.

Gemüsepflanzen im Vergleich

In einer Stichprobe hat Markt Tomaten-, Chili-, und Salat-Setzlinge von unterschiedlichen Anbietern verglichen:

  • von Obi für insgesamt 49,93 Euro
  • von Bauhaus für 25,53 Euro
  • von Dehner für 15,13 Euro
  • von einer Gärtnerei von 12,90 Euro

Die Setzlinge wurden von einem Gärtnermeister begutachtet, ohne den Anbieter zu kennen. Den besten Eindruck machten dabei die Gemüsepflanzen aus der Gärtnerei - die günstigsten im Vergleich. Die "Bioland Peperonis Scharf" von Dehner hatten weiße Larven am Wurzelwerk und Blattläuse an den Sprossspitzen. Dehner räumt ein, dass im Handel mit Bio-Pflanzen ein Befall durch Schädlinge nie völlig auszuschließen ist. Man werde befallene Pflanzen aber jederzeit ersetzen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 14.05.2018 | 20:15 Uhr

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