Stand: 30.07.2019 16:12 Uhr

Stockrosen - Der Klassiker im Bauerngarten

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Stockrosen gehören zur Familie der Malvengewächse.

In vielen Gärten wachsen Stockrosen, sie zählen zu den typischen Pflanzen in Bauerngärten und blühen oft bis Oktober. Ihr hoher aufrechter Wuchs und die kräftige Farbe der großen Blüten setzen tolle Akzente. Vermehrt wird die Pflanze, die zur Familie der Malvengewächse gehört, über Samen. An den Stängeln bilden sich im Juli und August Fruchtkapseln, darin befinden sich die Samen der Stockrose. Sobald diese Fruchtkapseln braun werden und sich an der Spitze leicht öffnen, sind die Samen reif und können geerntet werden. Wichtig ist, dass die Samen in einem Behälter möglichst dunkel und trocken aufbewahrt werden.

Im Frühsommer wird die Saat etwa fünf Millimeter tief in den Gartenboden leicht untergeharkt. Das klappt auch bei vielen anderen Pflanzen, etwa bei Frauenmantel, Akelei, Malve, Mädchenauge oder Zitronenmelisse.

Pflanzen sind meist mehrjährig

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Im ersten Jahr bilden Stockrosen eine sogenannte Blattrosette.

Wird die Saat nicht gesammelt, sät sich die Pflanze selbst aus und verbreitet sich. Im ersten Jahr blüht sie noch nicht, sondern bildet nur eine sogenannte Blattrosette. Die meisten Sorten, die bei uns in den Gärten stehen, sind mehrjährig und treiben im nächsten Jahr mit etwas Glück wieder aus, wenn die Pflanze nach dem Verblühen zurückgeschnitten wird. Stockrosen sehen übrigens nicht nur gut aus, sie sind auch für die Ernährung von Hummeln enorm wichtig.

Pilz macht Stockrosen krank

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Gelbliche bis braune Flecken auf den Blättern der Stockrose sind meist ein Zeichen für Malvenrost.

Wenn an einigen Pflanzen die Blätter gelblich-braun gesprenkelt und löchrig sind, ist die Stockrose an Malvenrost erkrankt. Besonders anfällig sind Stockrosen mit gefüllten Blüten. Ursache für die Krankheit ist ein Pilz. Nach und nach welken die Blätter und fallen ab. Die befallenen Blätter sollten rasch abgeschnitten und entsorgt werden. Die Blätter nicht auf den Kompost geben, sondern in den Restmüll werfen. Das gilt auch für bereits am Boden liegende Blätter. Der Pilz überwintert sonst an den Blättern am Boden und befällt die Stockrosen im nächsten Frühjahr wieder.

Vorbeugend soll ein Sud aus Ackerschachtelhalm helfen, mit der die Blätter der Pflanze ab April regelmäßig besprüht werden. Ein sonniger und luftiger Standort sorgt außerdem dafür, dass die Pflanze kräftig und somit weniger anfällig ist.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 10.08.2019 | 06:50 Uhr

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