Stand: 02.07.2020 15:38 Uhr

Stockrosen - Der Klassiker im Bauerngarten

Lila Stockrosenblüten © fotolia Foto: linjerry
Stockrosen gehören zur Familie der Malvengewächse.

Intensiv leuchtende Blütenfarben und ein hoher, aufrechter Wuchs: Stockrosen zählen zu den typischen Pflanzen in Bauerngärten. Je nach Sorte können sie gut zwei Meter hoch werden und sind somit ein echter Blickfang im Beet. Ihre Blütezeit dauert etwa von Juli bis September oder Oktober. Ihr Standort sollte sonnig und der Boden eher durchlässig und nährstoffreich sein. Man sieht die Pflanze aber häufig an Hauswänden, aus schmalen Ritzen am Gehwegrand wachsend. Sie sind also durchaus genügsam.

Stockrosen vermehren sich durch Samen

Vermehrt wird die Pflanze, die zur Familie der Malvengewächse gehört, über Samen. An den Stängeln bilden sich etwa ab August Fruchtkapseln, in denen sich die Samen der Stockrose befinden. Sobald diese Fruchtkapseln braun werden und sich an der Spitze leicht öffnen, sind die Samen reif und können geerntet werden. Wichtig ist, die Samen in einem Behälter möglichst dunkel und trocken aufzubewahren.

Im Frühsommer wird die Saat etwa fünf Millimeter tief in den Gartenboden leicht untergeharkt. Das klappt auch bei vielen anderen Pflanzen, etwa bei Frauenmantel, Akelei, Malve, Mädchenauge oder Zitronenmelisse.

Pflanzen sind meist mehrjährig

Blattrosette einer Stockrose © fotolia Foto: emer
Im ersten Jahr bilden Stockrosen eine sogenannte Blattrosette, blühen aber noch nicht.

Wird die Saat nicht gesammelt, sät sich die Pflanze selbst aus und verbreitet sich. Im ersten Jahr blüht sie noch nicht, sondern bildet nur eine sogenannte Blattrosette. Die meisten Sorten, die bei uns in den Gärten stehen, sind mehrjährig und treiben im nächsten Jahr mit etwas Glück wieder aus, wenn die Pflanze nach dem Verblühen zurückgeschnitten wird. Stockrosen sehen übrigens nicht nur gut aus, Sorten mit ungefüllten Blüten sind auch für die Ernährung von Hummeln enorm wichtig.

Malvenrost macht Stockrosen krank

Malvenrost an einer Stockrose © picture alliance / blickwinkel Foto: R. Koenig
Gelbliche bis braune Flecken auf den Blättern der Stockrose sind meist ein Zeichen für Malvenrost.

Wenn an einigen Pflanzen die Blätter gelblich-braun gesprenkelt und löchrig sind, ist die Stockrose an Malvenrost erkrankt. Besonders anfällig sind Stockrosen mit gefüllten Blüten. Ursache für die Krankheit ist ein Pilz. Nach und nach welken die Blätter und fallen ab. Die befallenen Blätter sollten rasch abgeschnitten und entsorgt werden. Die Blätter nicht auf den Kompost geben, sondern in den Restmüll werfen. Das gilt auch für bereits am Boden liegende Blätter. Der Pilz überwintert sonst an den Blättern am Boden und befällt die Stockrosen im nächsten Jahr erneut.

Vorbeugend kann ein Sud aus Ackerschachtelhalm helfen, mit der die Blätter der Pflanze ab April regelmäßig besprüht werden. Ein sonniger und luftiger Standort sorgt außerdem dafür, dass die Pflanze kräftig und somit weniger anfällig ist.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 11.07.2020 | 06:50 Uhr

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