Stand: 28.05.2018 12:14 Uhr

Was hilft gegen Lücken im Rasen?

von Uwe Leiterer
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Löcher im Rasen - wie füllt man sie am besten?

Im Laufe des Sommers hat so mancher Rasen gelitten, zum Beispiel durch Wühlmäuse, Kaninchen, Maulwürfe, Lagerfeuer und Kinder. Früher hat man für diese Fälle Rasensaatgut gekauft, ausgesät und gewartet, bis die Löcher zugewachsen sind. Heute bietet die Industrie "Rasenpflaster" oder "Rasenpads" an. Das sind Rasensaatgutmischungen, die unabhängig vom Boden gut anwachsen sollen. Deshalb sind Dünger und Erde als Substrat gleich mit dabei. Die Mischungen sollen es Gärtnern einfacher machen, Lücken im Rasen schnell und einfach zu schließen. Bei einigen Produkten werden die Samen in Aquagel gehüllt, in Kokos eingebettet oder mit gefärbtem Wasser versetzt.

Produkte im Test.

Was hilft gegen Lücken im Rasen?

Markt -

Im Baumarkt gibt es Reparatur-Sets, die Löcher im Rasen schnell und einfach beseitigen sollen. Sind solche "Rasenpflaster" besser als herkömmliche Rasensaat?

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Rasen vorbereiten

Ist eine Stelle im Rasen verdichtet oder verbrannt, muss der Boden zunächst gelockert werden. Falls sich eine Mulde gebildet hat, wird sie mit etwas Gartenerde oder Anzuchterde (enthält kein Unkraut) aufgefüllt. Hat eine Maus oder ein Maulwurf ein Loch gebuddelt, die lockere Erde in den Gang zurückschieben. Ist eine Rasenlücke durch zu viel Schatten entstanden, sollte man zum Auffüllen spezielle Samen für Schattenrasen verwenden oder an der Stelle auf Rasen verzichten.

Saurer Boden: pH-Wert prüfen

Auf sauren Böden wächst kein Gras mehr, sondern Moos. Deshalb sollte man den pH-Wert des Bodens mit einem Schnelltest aus dem Baumarkt (ab fünf Euro) messen: Liegt der pH-Wert unter 6, bekommt das Gras nicht mehr genügend Nährstoffe. Dann lässt sich die Säure mit Rasenkalk neutralisieren. Bei der Dosierung hilft ein Streuwagen (Miete: ab 10 Euro, Kaufpreis: ab 30 Euro). Unbedingt die Mengenangaben auf der Verpackung beachten. Ein Sack mit 20 Kilogramm Rasenkalk kostet ungefähr 10 Euro.

Rasen richtig düngen

In gedüngtem Boden bilden Rasensamen keine Wurzeln. Deshalb bieten einige Hersteller Rasensaatgutmischungen mit Dünger an, der erst nach einer bestimmten Zeit wirkt. Wer eine herkömmliche Mischung und chemischen Dünger verwendet, sollte erst sechs Wochen nach der Aussaat düngen. Organischen Dünger kann man bereits bei der Aussaat einarbeiten. Er braucht einige Zeit, um zu wirken. Die Wirkung ist dann aber nachhaltiger als bei chemischem Dünger. Vor dem Verwenden einer Rasensaatgutmischung sollte man die Substrate und die Saatkörner in ihrem Behälter gut durchmischen.

Rasenpflaster im Test

In einer Stichprobe hat Gärtnermeister Florian Neumann im Auftrag von Markt verschiedene Produkte verglichen, die Rasenlücken schließen sollen:

  • Das Magische Rasenpflaster von Substral und der Rasenfix von Dehner enthalten Samen und Dünger mit einem Substrat, das Wasser aufnimmt und speichert. Beide Produkte haben innerhalb von fünf Wochen die Lücken im Rasen komplett geschlossen.
  • Smart Repair von Seramis verwendet ein Gel, das Wasser speichert. Die Gebrauchsrasenmischung rsm 2.3 von Hornbach wird einfach ausgestreut. Mit beiden Produkten wuchsen die Gräser zwar gut an, dafür war ihre Verteilung sehr unregelmäßig.
  • Beim Rasenpad von Compo Saat ist das Substrat zu Platten gepresst, darin stecken die Rasensamen. Nach Ansicht des Experten war das Pad jedoch zu alt. Herstellungsdatum laut Verpackung: Februar 2014. Der Redaktion wurde es im April 2018 von meingartencenter24.de zugesandt.
  • Hydro Mousse wird an einen Gartenschlauch angeschlossen. Es presst Samen und einen grün färbenden Trägerstoff durch eine Plastikspritze. Das Produkt enthält jedoch Sulfonsäuren, Alkanhydroxysalze, Alkensalze und Natriumsalze. Damit ist es giftig für Wasserorganismen.

Tipps: Lücken im Rasen schließen

Wer wenig Zeit für den Rasen hat, kann laut Gärtnermeister Neumann Substratmischungen verwenden, zum Beispiel die getesteten Produkte von Substral und Dehner. Besser und günstiger sei es jedoch, sich auf eine zertifizierte Rasensamenmischung festzulegen und diese in Zukunft immer wieder zu verwenden. Denn mit einer identischen Grassorte verschwinden Löcher wesentlich schneller als mit Grassorten, die im Ursprungsrasen gar nicht vorhanden sind.

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