Stand: 22.08.2019 10:57 Uhr  | Archiv

NABU-Zählaktion: Bilanz zum Insektensommer 2019

Eine Hummel sitzt auf einer lilafarbenen Bienenweide.  Foto: Anja Deuble
Über 16.000 Insektenfans haben sich an der Zählaktion beteiligt.

Ob als Nahrung für Vögel oder als Bestäuber - Insekten sind wichtig für unser Ökosystem, aber ihre Bestände gehen zurück. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen und sich einen Überblick über Artenvielfalt und Häufigkeit zu verschaffen, hat der NABU zum zweiten Mal zum  "Insektensommer" aufgerufen. Anfang Juni waren Naturfreunde erstmals aufgerufen, Insekten zu zählen, die zweite Runde lief bis zum 11. August.

Stein- und Ackerhummel am häufigsten gezählt

Über 16.300 Insektenfans haben sich beteiligt. Am häufigsten beobachteten die Teilnehmer der Aktion Stein- und Ackerhummeln, Schmetterlinge, Bienen und Fliegen. Auch Wanderfalter wie Admiral und Distelfalter seien vermehrt erfasst worden, so die Bilanz des Insektensommers 2019. Die Umweltschützer wollten mit der Aktion Häufigkeiten und Trends von Arten und Populationen erkennen. Die Daten sollen über mehrere Jahre verglichen werden - wie bei der Aktion "Stunde der Gartenvögel", an der sich jedes Jahr bundesweit Zehntausende Menschen beteiligen.

Enorme Artenvielfalt

Ein Admiral auf einer Blüte. © Colourbox Foto: -
Der Admiral wurde auch wieder häufiger im eigenen Garten beobachtet.

Mit 33.000 verschiedenen Arten ist die Vielfalt von Insekten in Deutschland groß. Auch Experten kennen nicht annähernd alle Arten. Wer eine Art nicht eindeutig bestimmen konnte, durfte auch unscharfe Meldungen machen, etwa Blattlaus statt Schwarze Bohnenlaus. Bei der Bestimmung der Tiere hat die App zur Aktion, die der NABU kostenlos anbietet, geholfen. Sie enthält eine automatisierte Insektenbestimmung. Da viele Insekten sehr klein sind, ist es sinnvoll, eine Lupe oder eine Fotokamera mit Zoom oder Teleobjektiv dabeizuhaben. Für die Beobachtung größerer Tiere wie zum Beispiel Schmetterlingen ist ein Fernglas nützlich.

Kernarten sollen Orientierung bieten

Für die beiden Zählzeiträume hatte der NABU je acht Kernarten ausgewählt, nach denen Teilnehmer verstärkt Ausschau halten sollten, für sie boten die Naturschützer auch eine Zählhilfe an. Diese acht Arten standen im Fokus:

  • Ackerhummel
  • Blaue Holzbiene
  • Blaugrüne Mosaikjungfer
  • Grünes Heupferd
  • Kleiner Fuchs
  • Schwalbenschwanz
  • Siebenpunkt-Marienkäfer
  • Streifenwanze

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 04.08.2019 | 19:30 Uhr

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Artenschutz

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