Ein Stieglitz sitzt auf einem Zweig. © Colourbox Foto: Dennis Jacobsen

Der Stieglitz ist das Gartentier des Jahres

Stand: 14.06.2021 12:09 Uhr

Bei der Publikumswahl der Heinz Sielmann Stiftung stimmten 27 Prozent für den auch als Distelfink bekannten Vogel. Die Aktion soll auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt aufmerksam machen.

Zwischen dem 25. März und 13. Juni konnten Naturinteressierte online eine von sechs Tierarten zum Gartentier des Jahres küren. Den zweiten Platz hinter dem Stieglitz belegte mit 20 Prozent der Stimmen der Siebenpunkt-Marienkäfer, dicht gefolgt vom Maulwurf (16 Prozent).

Als Samenfresser benötigt der Stieglitz naturnahe Gärten

Ein Stieglitz pickt Sonnenblumenkerne © NDR Foto: Manfred Bergholz aus Waren-Müritz
Der Stieglitz ernährt sich von Samen, etwa die der Sonnenblume.

Der farbenprächtige Stieglitz gehört zur Familie der Finken. Er ernährt sich ausschließlich von Samen verschiedener Stauden, Gräser und Bäume und wird aufgrund seiner Vorliebe für Disteln auch Distelfink genannt. Neben heimischen Wild- stehen auch typische Gartenpflanzen auf seinem Speiseplan. Die Samen von Sonnenblumen, Berg-Flockenblume, Kornblume, Karde, Sonnenhut oder Witwenblume etwa locken die Vögel in den Garten.

Wer ihnen Nahrung bieten möchte, sollte also auf eine naturnahe Gartengestaltung mit diesen Pflanzen achten und Stängel und Samenstände von Stauden und Wildpflanzen nicht abschneiden. Denn zum einen frisst der Stieglitz die Samenstände, zum anderen bieten sie danach zahlreichen Insekten ein sicheres Winterquartier. Die Heinz Sielmann Stiftung empfiehlt einen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr.

Stieglitz-Bestand ist stark zurückgegangen

Mit etwa 520.000 Brutpaaren in Deutschland zählt der Stieglitz noch zu den häufigen Brutvögeln, allerdings hat sich sein Bestand nach Angaben der Sielmann Stiftung seit 1990 halbiert. "Die aktuellen wissenschaftlichen Ergebnisse zum Zustand der biologischen Vielfalt zeigen, dass wir auf einen dramatischen Wendepunkt zusteuern, wenn wir den Verlust der Artenvielfalt nicht jetzt aufhalten", so Biologin Nora Künkler. Sie appelliert deshalb an die rund 20 Millionen Gärtnerinnen und Gärtner in Deutschland, mit einer naturnahen Gestaltung einen Beitrag zum Artenschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu leisten.

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