Stand: 26.04.2019 09:15 Uhr

Barfuß-Weg im eigenen Garten anlegen

Einen Gartenweg anzulegen, macht immer viel Arbeit. Wer dazu keine Lust hat, kann den Weg in einen Wellness-Pfad umfunktionieren. Das ist zwar keine Lösung für alle Wege im Garten, bringt aber Abwechslung zwischen den Beeten. Ein natürlicher Barfuß-Weg benötigt wenig Pflege und ist obendrein Wellness für die Füße.

NDR-Reporter läuft auf einem "Barfu-Weg" (Weg mit unterschiedlichen Untergründen z.B. Holz, Stein, Tannenzapfen, usw.)

Einen Barfuß-Weg im eigenen Garten anlegen

Nordmagazin -

Ein Barfuß-Weg macht wenig Arbeit und ist Wellness für die Füße: Die unterschiedlichen Naturmaterialien stimulieren die Fußreflexzonen. Gärtner Peter Rasch zeigt, wie man ihn anlegt.

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Sinneserlebnis für zu Hause

Für einen Barfuß-Pfad können verschiedene Naturmaterialien und Untergründe verwendet werden, die die Fußreflexzonen stimulieren. Dafür kann der Garten einmal so richtig entrümpelt werden. Alles, was eigentlich unangenehm ist und pikt, wie zum Beispiel Holz mit rauer Borke, Kiefern- oder Tannenzapfen, Natursteine in verschiedenen Größen oder Ziegelsteine, eignet sich als Belag für den Weg. Also: einmal den Garten aufräumen und den Weg fertig bauen.

Wegbegrenzung anlegen

Wie beim Bau von Gartenwegen üblich, wird der Pfad zwischen den Beeten etwas höher angelegt. Das Wasser kann dann in Richtung des Beetes ablaufen und die Füße bleiben trocken. Eine kleine Wegbegrenzung ist auf jeden Fall sinnvoll. Dafür eignen sich zum Beispiel alte Schuppenbretter und Winkeleisen, die zusammengeschraubt werden. Sie sorgen dafür, dass sich der Inhalt des Wellness-Pfades nicht in die Beete verteilt. Tipp: Die Begrenzungsbretter sollten ein wenig versenkt werden. Das erhöht die Stabilität und außerdem herrscht so keine Stolpergefahr.

Auf fließende Übergänge achten

Den Anfang des Barfuß-Weges machen ein paar Ziegel. Sie geben Halt und sind für die Füße noch recht angenehm. Dann geht es mit kleinen Kieseln weiter. Hier kann verwendet werden, was gefunden wird. An den Anschlüssen zwischen den Materialien sollte auf fließende Übergänge geachtet werden. Es soll kein Hindernis-Parcours entstehen, schließlich soll der Weg auch noch mit der Schubkarre befahrbar sein.

Die richtigen Materialien wählen

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Gartenexperte Peter Rasch empfiehlt: Lieber kurze Abschnitte anlegen und öfter wechseln.

Weiter hinten kann ein Stück des Weges mit Kaminholz gepflastert werden. Bei Holz unbedingt darauf achten, dass keine Splitter oder zu lange Äste herausstehen. Die Holzstücke sollen mit der Rinde nach oben zeigend und stabil aufliegen. Am besten den Abschnitt zusätzlich mit etwas Erde auffüllen, sonst besteht Umknickgefahr. Dieses Material ist eine echte Herausforderung für die Füße und die Fußsohlen kommen richtig in Wallung. Extreme Wegbeläge, wie Kiefernzapfen sollten nicht länger als zwei, drei Schritte gebaut werden. Das Laufen soll schließlich Spaß machen.

Zum Abschluss: Wassertreten im Storchengang

Zum richtigen Wellness-Erlebnis im Garten gehört auch das Wassertreten - natürlich im Storchengang. Ein wassergefüllter Maurerkübel am Ende des Pfades verbindet die Fußmassage mit einer Kneippkur. Um ein versehentliches Ausrutschen zu vermeiden, einfach ein Stück Antirutschmatte in den Kübel legen oder ein paar Zentimeter Kies einfüllen.

Bauanleitung für einen Barfuß-Pfad

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nordmagazin | 25.04.2019 | 19:30 Uhr

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