Sternschnuppen und der Mond am nächtlichen Himmel © fotolia.com Foto: Sergiogen

Leoniden: Sternschnuppen-Regen am November-Himmel

Stand: 18.11.2021 09:14 Uhr

Nicht nur für Romantiker ein besonderes Ereignis: Noch bis Ende November sind die Leoniden am Nachthimmel zu sehen. Der Sternschnuppenregen ist 2021 allerdings nicht so intensiv wie in anderen Jahren.

Wer in diesen Tagen in den Nachthimmel schaut, hat Chancen, ein besonderes Naturphänomen zu bestaunen. Derzeit sind die Sternschnuppen des Leonidenstromes zu sehen. In der Nacht zum 18. November erreichen sie ihren Höhepunkt.

Noch bis Ende November lässt sich in klaren Nächten das Himmelsschauspiel beobachten. Die Intensität des Sternschnuppenregens variiert allerdings von Jahr zu Jahr. In diesem Jahr sind nur bis zu zehn Sternschnuppen in der Stunde zu erwarten, zudem könnte das helle Mondlicht die Sichtung erschweren. Sternengucker können sich aber bereits jetzt auf das Jahr 2022 freuen, denn dann könnten es rund 250 Sternschnuppen pro Stunde sein.

Erde kreuzt Staubfahne des Kometen Tempel-Tuttle

Bei den Sternschnuppen handelt es sich um Staubkörner, die in der Atmosphäre verglühen. Der Name der Leoniden stammt vom Sternbild Löwe (Leo), denn es sieht am Himmel so aus, als ob die Sternschnuppen dem Sternbild entspringen. Ihren Ursprung haben sie allerdings im Schweif eines Kometen mit dem Namen Tempel-Tuttle. Auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne kreuzt die Erde jedes Jahr Mitte November den Kometenschweif.

Und dessen Staubteilchen leuchten als helle Meteore, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Der Luftwiderstand bremst ihre Geschwindigkeit stark ab, dabei entsteht Wärme, die die Teilchen bis zum Glühen erhitzt. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 70 Kilometern pro Sekunde (das entspricht einer Geschwindigkeit von 252.000 Kilometern pro Stunde) handelt es sich bei den Leoniden um sehr schnelle Sternschnuppen. Größere Meteore sind beim Verglühen als sogenannte Boliden oder Feuerbälle zu sehen. Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen, so der Volksglaube.

Lichtverschmutzung und Mondschein erschweren Sichtung

Bild eines Meteors am Nachthimmel über Schlewig Holstein.  Foto: Heiko Albrecht
Besonders in ländlichen Regionen mit wenigen Lichtquellen und in Höhenlagen lassen sich Sternschnuppen gut beobachten.

Bei der Beobachtung sollten Sternengucker möglichst den Blick auf Lichtquellen wie das Smartphone vermeiden. Das menschliche Auge benötigt etwa eine halbe Stunde, um sich optimal an das Sehen in der Dunkelheit anzupassen. Auch die sogenannte Lichtverschmutzung und Streulicht in großen Städten erschweren die Beobachtung des Nachthimmels. Das Licht von Haus- und Straßenbeleuchtung, Hafenanlagen oder Flughäfen wird von der Erdatmosphäre reflektiert und legt sich wie ein Dunstschleier über große Ballungsgebiete. Auch Mondlicht erschwert die Sichtung von Sternschnuppen.

Leoniden: Hotspots zur Beobachtung finden

Besonders gut lassen sich Leoniden-Sternschnuppen in ländlichen Regionen beobachten, in denen es kaum künstliche Lichtquellen gibt. Auch das Erklimmen von Anhöhen oder Bergen bietet Vorteile: Je höher sich Beobachter positionieren, desto größer ist der Himmelsausschnitt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 11.08.2020 | 21:45 Uhr

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