Stand: 29.09.2019 23:15 Uhr  - Garten-Docs

Pflanzen für sonnige und trockenere Standorte

Mädchenauge und Lobelien © fotolia Foto: Stefan Körber
Das leuchtend gelb blühende Mädchenauge hat es gerne sonnig.

Die Sonne brennt und der Boden ist knochentrocken - es gibt Standorte im Garten, die herausfordernd sind. Damit es grünt und blüht, obwohl es trocken und sonnig ist, braucht es die richtigen Pflanzen - und ein bisschen Vorbereitung. Eine Möglichkeit ist es, einen pflegeleichten Steingarten anzulegen. Er eignet sich besonders für Hänge. Steingartengewächse benötigen neben Sonne und Trockenheit einen durchlässigen Gartenboden.

VIDEO: Ein Beet am Hang richtig anlegen (7 Min)

Den Boden vorbereiten

Vor dem Pflanzen alle Unkräuter entfernen und anschließend eine Drainageschicht aus Schotter und Kies herstellen. Darüber kommt eine Schicht normale Gartenerde. Das ist der perfekte Boden für Trockengartengewächse wie Schafgarbe, Fetthenne, Blaukissen oder Steinkraut. Diese sind in der Regel eher niedrig wachsend.

Frischer Mutterboden für Ziersträucher und Stauden

Wer es höher und üppiger im sonnigen Bereich seines Gartens wünscht, kann Ziersträucher und Stauden pflanzen, die mit sonnigen Standorten zurechtkommen. Zuerst sollte jedoch auch dann der Boden von Unkraut befreit sein. Wenn er besonders ausgetrocknet und ausgelaugt ist, kann es Sinn machen, neuen Mutterboden einzubringen. Das bietet zudem die Gelegenheit, ein Unkraut-Vlies als zusätzlichen Schutz zu verlegen. Das bedeutet weniger Arbeit in den kommenden Jahren.

Sträucher für sonnige Standorte

Blüten einer Deutzie © picture-alliance/Wildlife
Deutzien sind Sommerblüher.

Manche Pflanzen kommen an einem sehr sonnigen Standort sehr gut zurecht. Dazu zählt die Weigelie, die im Sommer und Spätsommer rosa oder weiß blüht. Sie mag neben Sonne einen sandigen bis tonigen Boden und kann mehr als drei Meter hoch und breit werden. Auch Deutzien mögen Sonne. Sie können bis zu vier Meter hoch werden und haben im Sommer weiße oder roséfarbene Blüten. Beispiele für Sträucher, die mit einem trockenen Standort zurechtkommen, sind der Schmetterlingsstrauch und die Blaue Säckelblume.

Stauden und Bodendecker

Phlox amplifolia © picture alliance / WILDLIFE
Fühlt sich in der Sonne sehr wohl: Phlox amplifolia.

Auch einige Stauden mögen sonnige Plätze, doch mit Trockenheit kommen wenige zurecht. Mädchenaugen lieben die Sonne und haben wenig Probleme mit trockenerem Boden. Der Breitblatt-Phlox verträgt ebenfalls Trockenheit und blüht üppig an sonnigen Standorten. Ein bisschen mehr Feuchtigkeit benötigen Sonnenhut (Rudbeckia) und Blut-Johannisbeere.

Als Bodendecker eignen sich einige Storchschnabel-Arten wie der Cambridge-Storchschnabel, die relativ schnell Ausläufer bilden. Auch die Prachtkerze kommt bestens mit Sonne zurecht.

Hänge mit Stützsteinen befestigen

Wenn an einem sonnigen Hang die Gefahr besteht, dass die Erde abrutscht, können Böschungssteine das verhindern. Mit ihrer Hilfe kann ein Hang auch ebener gemacht werden. Allerdings sollte man Steine aus Beton nicht direkt bepflanzen. Im Sommer heizen sie sich so stark auf, dass die Wurzel geschädigt wird. Besser ist es, oberhalb der Steine Pflanzen wie Storchschnabel zu pflanzen, die über die Steine hinweg wachsen können. So verschwinden diese unter einem Blütenwall.

Stauden und Sträucher richtig pflanzen

Bei der Neubepflanzung eines Beetes können Sträucher und Stauden in Zweier- und Dreiergruppen mit Abstand zueinander gepflanzt werden. So können sich die die Pflanzen ausbreiten, sie behindern sich nicht gegenseitig und es bleibt Platz für weitere. Vor dem Einpflanzen den Wurzelballen der Pflanze etwas aufreißen, wenn er stark verwurzelt ist. Wenn die Pflanze in der Erde ist, die Erde rundherum festtreten und anschließend gut wässern.

Weitere Informationen
Indianernessel mit roten Blüten © picture-alliance / OKAPIA KG

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Dieses Thema im Programm:

Garten-Docs | 30.09.2019 | 21:00 Uhr

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