Neben einem vollen Mülleimer liegt überall weiterer Müll. © Sven Simon Foto: Sven Simon

Lärm, Müll, Vandalismus: Kontrollen an Party-Hotspots

Stand: 11.06.2021 17:42 Uhr

Nachdem die Corona-Regeln gelockert wurden und die Temperaturen gestiegen sind, haben sich vielerorts Menschen zum Feiern in Parks und am Strand getroffen. An einigen Stellen artete das aber aus.

Laute Musik bis in die Morgenstunden, keine Abstände, Unmengen an Müll, Vandalismus und sogar Gewalt gegen Polizisten: An den vergangenen Wochenenden haben sich an vielen Orten in Schleswig-Holstein vermehrt junge Leute zum Feiern getroffen und dabei teilweise massiv über die Stränge geschlagen. So zum Beispiel in Lübeck, Neustadt (Kreis Ostholstein), Strande (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und Kiel.

Auch Pädagogen unterwegs

Damit solche Partys am Wochenende nicht wieder ausarten, sind jetzt verstärkte Kontrollen geplant. Im Kieler Schrevenpark werden nicht nur Polizisten nach dem Rechten sehen. Auch Pädagogen aus dem Jugenddezernat wollen vor Ort sein und das Gespräch suchen. Die Stadt hat angekündigt, dass der Park geräumt werden könnte, sollte es in der Nacht zu laut werden. Ein Alkoholverbot, wie es zuvor diskutiert wurde, soll es aber nicht geben.

Alkohol in Neustadt nicht erlaubt

Anders ist es am Neustädter Strandbad. "Dort sind Bier, Wodka und Co. tabu", sagt Bürgermeister Mirco Spiekermann: "Ich möchte darum bitten, dass sich an die dortigen Regelungen gehalten wird. Zudem haben wir einen privaten Sicherheitsdienst organisiert." Für den Fall, dass Partys in Neustadt oder auf dem Drehbrückenvorplatz in Lübeck - wie zuletzt - aus dem Ruder laufen, hält die Polizei für dieses Wochenende zusätzliche Einsatzkräfte bereit.

Die Städte rufen außerdem dazu auf, leere Flaschen und Verpackungen nicht auf Straßen, Plätzen und Stränden liegen zu lassen, sondern in Müllbehälter zu entsorgen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.06.2021 | 17:00 Uhr

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