Stand: 23.04.2021 10:21 Uhr

Neue Corona-Regeln in SH: Das ist erlaubt, das ist verboten

In Schleswig-Holstein gilt vom 12. April bis zum 9. Mai 2021 eine aktualisierte Corona-Bekämpfungsverordnung. In der Verordnung fasst die Landesregierung alle Maßnahmen zusammen, die eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen sollen. Hier geben wir in alphabetischer Reihenfolge einen Überblick, was erlaubt und was verboten ist. Ergänzende Maßnahmen gibt es beim Überschreiten einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 bzw. 100. Außerdem gilt ab dem 24. April die sogenannte "Bundesnotbremse" ab einer Inzidenz von 100.

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Abstandsgebot

Menschen müssen untereinander 1,50 Meter Mindestabstand im privaten Raum und in der Öffentlichkeit halten. Dies gilt nicht...

  • wenn die Einhaltung des Mindestabstands aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht möglich ist
  • wenn die Übertragung von Viren durch physische Barrieren verringert wird
  • für Angehörige des eigenen Haushalts
  • bei zulässigen Zusammenkünften zu einem privaten Zweck

Treffen sind nur mit Personen eines gemeinsamen Haushalts sowie eines weiteren Haushalts zulässig, wenn insgesamt nicht mehr als fünf Personen teilnehmen. Das gilt unabhängig vom Ort des Treffens. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.

Alkohol in der Öffentlichkeit

An öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, ist es verboten, Alkohol auszuschenken oder zu trinken. Bereiche und Zeiten, in denen dieses Alkoholverbot gilt, werden aber von den Gesundheitsämtern der Kreise und kreisfreien Städte festgelegt.

Angeln

Das Angeln ist erlaubt, sofern die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen zu anderen Anglern eingehalten werden. Es darf alleine, zu zweit, mit Personen des eigenen Haushaltes oder mit Personen eines weiteren Haushalts, wenn insgesamt nicht mehr als fünf Personen zusammenkommen, geangelt werden. In manchen Küstenorten gilt eine Maskenpflicht auf Promenaden, teils auf bestimmte Uhrzeiten oder Bereiche begrenzt. Jeder Kreis entscheidet selbst. Genaue Informationen dazu gibt es auf den Seiten der Kreise.

Angelteiche dürfen öffnen. Die Besucherzahl ist auf eine Person je 20 Quadratmeter der zugänglichen Wege- und Verkehrsfläche begrenzt. Die Kontaktdaten müssen erhoben werden.

Arzt

Wer zum Arzt geht, muss die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr beachten. Darüber hinaus sollten Patienten vorab anrufen und nach einem Termin fragen. Dies gilt vor allem, sollte der Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung bestehen. Telefonische Krankschreibungen sind möglich.

Ausgangssperren

Kreise und Kommunen können nächtliche Ausgangssperren verordnen und die Bewegungsfreiheit auf 15 Kilometer um den Wohnort einschränken, falls es in einer Region mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gibt.

Beerdigungen

An Bestattungen sowie Trauerfeiern auf Friedhöfen und in Bestattungsunternehmen dürfen höchstens 25 Personen teilnehmen. Jeder muss während der Trauerfeier eine OP-Maske oder eine Maske der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 verwenden.

Bibliotheken

Bibliotheken können mit Hygienekonzept öffnen. Die Besucherzahl ist auf eine Person je zehn Quadratmeter Fläche begrenzt, hinsichtlich der 800 Quadratmeter übersteigenden Besuchsfläche auf eine Person je 20 Quadratmeter. Kontaktdaten müssen erhoben werden.

Bildungsangebote

Außerschulische Bildungsangebote, bei denen die Teilnehmer anwesend sein müssen, sind unzulässig. Nicht untersagt sind digitaler Fernunterricht und digitale Fernangebote. Beruflich oder dienstlich begründete Zusammenkünfte - und damit auch Prüfungen - sind möglich. Dazu gehören auch Fortbildungen, die vom Arbeitgeber oder Dienstherrn selbst veranstaltet werden. Weitere Ausnahmen für außerschulische Bildungseinrichtungen:

  • Durchführung von prüfungsvorbereitendem Unterricht an Volkshochschulen, soweit dieser dem Erwerb eines Schulabschlusses im Schuljahr 2020/21 dient
  • Durchführung von prüfungsvorbereitendem Unterricht bei Integrationskursen, Berufssprachkursen, Erstorientierungskursen sowie Starterpaket für Flüchtlinge-Kursen, soweit eine digitale Teilnahme nicht möglich ist
  • berufliche Qualifizierungen, die für eine ausgeübte oder angestrebte berufliche Tätigkeit zwingend erforderlich sind und deren Durchführung in digitaler Form rechtlich nicht möglich ist - z.B. Unterrichtungen für Wachpersonen
  • Fahrschulen und Flugschulen
  • Kurse in Erster Hilfe
  • die Ausbildung von Hunden außerhalb geschlossener Räume in Gruppen mit bis zu zehn Personen
  • Einzelunterricht
  • die Ausbildung zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung
  • die studienvorbereitende Ausbildung an den öffentlichen Musikschulen und Proben von Auswahlensembles des Landesmusikrates

Dienstleistungen (Friseur, Fußpflege, Tätowierungen)

Dienstleistungen mit Körperkontakt sind möglich. Der Betrieb ist aber nur zulässig mit entsprechenden Hygienekonzepten, der Erhebung von Kontaktdaten und Schutzmaßnahmen (qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen). Außerdem gelten folgende Regelungen:

  • Kunden, die (zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen) bei der Behandlung keine Maske tragen können, müssen ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als vom Vortag sein darf. Der Dienstleister ist dann außerdem verpflichtet, einen höheren Schutz vor Ansteckung zu gewährleisten, zum Beispiel durch eine zusätzliche Schutzbrille oder ein Gesichtsvisier und regelmäßiges Testen des Personals.
  • Dienstleister müssen eine Maske des Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen.
  • Möglich sind auch notwendige, medizinisch bedingte Dienstleistungen, die in Gesundheits- und Heilberufen sowie von Gesundheitshandwerkern durchgeführt werden (Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschumacher, Zahntechniker, Podologie). Ärztlich oder psychotherapeutisch verordnete Gruppentherapien dürfen genauso stattfinden wie Kurse zur Geburtsvorbereitung und Rückbildung. Auch pflegerisch notwendige Dienstleistungen sind zulässig, wenn sie Personen aufgrund ihrer Hilfsbedürftigkeit nicht selbst durchführen können.

In Kreisen mit einer Inzidenz, die an mehreren Tagen über 100 liegt, sind Dienstleistungen mit Körperkontakt nur zulässig, wenn der Kunde eine Bescheinigung über ein negatives Testergebnis vom selben Tag oder vom Vortag in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus vorlegt.

Diskotheken und Clubs

Wer Lust auf Tanzen hat, muss sich weiter gedulden: Diskotheken und ähnliche Einrichtungen bleiben wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos geschlossen.

Einrichtungen mit Publikumsverkehr

Wer in Einrichtungen mit Publikumsverkehr (insofern diese geöffnet haben dürfen) geht, muss besondere Hygienekonzepte beachten. Dazu zählen insbesondere der Einzelhandel, Bildungseinrichtungen, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Krankenhäuser, teilstationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Für diese Einrichtungen gilt:

  • Besucher oder Teilnehmer halten in den Räumlichkeiten sowie beim Warten vor dem Eingang den Mindestabstand ein.
  • Eine OP-Maske oder eine Maske der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 ist Pflicht.
  • In geschlossenen Räumen müssen Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände bereitstehen.
  • Oberflächen, die häufig berührt werden, sowie Sanitäranlagen werden regelmäßig gereinigt.
  • Innenräume werden regelmäßig gelüftet.
  • Besucherströme und der Weg zu den Toiletten muss so gestaltet sein, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann.
  • Ggf. müssen sich Kunden mit ihren Kontaktdaten registrieren. Bei falschen Angaben droht ein Bußgeld von 1.000 Euro.

Einzelhandel

Wie und ob der Einzelhandel in den Kreisen und kreisfreien Städten geöffnet ist, entscheidet die Landesregierung anhand der jeweiligen Sieben-Tage-Inzidenz von Woche zu Woche neu. Wie die Lage im Einzelhandel in Ihrer Region aktuell ist, sehen Sie hier. Geschäfte des täglichen Bedarfs, zum Beispiel Supermärkte und Drogerien, bleiben geöffnet.

Vor und in geöffneten Geschäften müssen Kunden und Beschäftigte grundsätzlich eine OP-Maske oder eine Maske der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen. Ausgenommen bleiben Beschäftigte, wenn die Übertragung von Viren durch "ähnlich geeignete physische Barrieren" verringert wird. Zum Beispiel muss das Kassenpersonal im Supermarkt keine Maske tragen, wenn etwa große Acrylglasscheiben angebracht sind.

Darüber hinaus sind die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr einzuhalten. Dies wird in der Regel von Kontrollkräften im Laden überprüft. Wer die Regeln missachtet, muss damit rechnen, das Geschäft verlassen zu müssen.

Verkaufsstellen, wie beispielsweise Tankstellen oder Supermärkte, dürfen von 23 bis 6 Uhr keinen Alkohol verkaufen.

Weiterhin ist zu beachten:

  • Auf wie viele Kunden ein Geschäft begrenzt ist, steht meist am Eingang des Geschäfts.
  • In Kreisen oder kreisfreien Städten, die einen Inzidenzwert von 100 überschreiten, darf nur eine Person pro Haushalt einkaufen gehen. Kinder, die noch nicht 14 Jahre alt sind, dürfen dort nur dann ein Elternteil begleiten, wenn keine andere Betreuung möglich ist oder wenn die Kinder hilfsbedürftig sind. Ebenfalls möglich ist die Begleitung durch eine erforderliche Assistenz.

Fahrschulen

Fahrunterricht ist in Theorie und Praxis möglich. In Kreisen, in denen die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt, ist Theoretischer Unterricht von Fahrschulen nur als Fernunterricht möglich.

Familie und Freunde

Schleswig-Holsteiner dürfen zu privaten Zwecken zusammenkommen, allerdings sind Treffen nur mit Personen eines gemeinsamen Haushalts sowie eines weiteren Haushalts zulässig, wenn insgesamt nicht mehr als fünf Personen teilnehmen. Das gilt unabhängig vom Ort des Treffens. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Sie werden als Einheit mit einem Elternteil betrachtet. Menschen mit Schwerbehindertenausweis dürfen von Begleitpersonen unterstützt werden. In Kreisen mit einer Inzidenz, die an mehreren aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt, dürfen sich bei privaten Zusammenkünften Personen eines gemeinsamen Haushaltes nur mit einer weiteren Person treffen (Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit), dies gilt im privaten und im öffentlichen Raum.

Freizeit: Spaß- und Schwimmbäder, Freizeitparks, Kultureinrichtungen

Die meisten Freizeit- und Kultureinrichtungen bleiben geschlossen. Dazu zählen auch Spaß- und Schwimmbäder und Freizeitparks. Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive, Botanische Gärten, Tierparks, Wildparks, Aquarien, Angelteiche, Sonnenstudios, Strandkorbvermietungen und Zoos dürfen aber wieder öffnen. Auch hier gilt, dass die Personenzahl begrenzt ist und die Kontaktdaten erhoben werden müssen.

Friseure

Diese körpernahe Dienstleistung ist wieder erlaubt - mit entsprechenden Hygienekonzepten, der Erhebung von Kontaktdaten und Schutzmaßnahmen (unter anderem qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen). Kunden, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, müssen ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als vom Vortag sein darf.

Gastronomie

Gaststätten und andere gastronomischen Einrichtungen bleiben geschlossen. Das gilt nicht für die Außengastronomie, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz des Kreises oder der kreisfreien Stadt stabil unter 100 liegt. Ob die Außengastronomie in Ihrer Region geöffnet ist, sehen Sie hier. Gäste müsssen einen Termin reservieren, ihre Kontaktdaten hinterlassen und auf festen Plätzen sitzen. Alkohol darf nicht zwischen 21 Uhr und 6 Uhr ausgeschenkt und getrunken werden. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen gelten auch hier. Es dürfen also maximal fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch sitzen, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt werden. Die Landesregierung rät dazu, vor dem Besuch der Außengastronomie Schnell- oder Selbsttests zu nutzen. Pflicht sind diese aber nicht. Ab 50 Gästen im gesamten Außenbereich (gleichzeitig) bedarf es der Anzeige des Hygienekonzeptes beim zuständigen Gesundheitsamt.

Ausnahmen gelten außerdem für Betriebskantinen (eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), soweit dies für die Aufrechterhaltung der betrieblichen Abläufe erforderlich ist, etwa bei Krankenhäusern. Die Erforderlichkeit der Versorgung eigener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beurteilen, obliegt den Betrieben.

Ausnahmen gibt es auch für Beherbergungsbetriebe (nur für die eigenen Hausgäste, hauptsächlich Geschäftsreisende), auf Autobahnraststätten und Autohöfen sowie für die Bewirtung zugelassener Veranstaltungen.

Der Außer-Haus-Verkauf und das Catering bleiben gestattet. Es gilt jedoch grundsätzlich ein Verkaufsverbot für Alkohol zwischen 23 Uhr und 6 Uhr.

In den zugelassenen gastronomischen Einrichtungen muss der Betreiber dafür sorgen, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten sowie die Kontaktdaten erfasst werden. Masken nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 oder OP-Masken sind verpflichtend.

Geburtsvorbereitung

Kurse zur Geburtsvorbereitung und Rückbildung dürfen mit entsprechenden Hygienekonzepten stattfinden.

Gottesdienste und andere Glaubensveranstaltungen

Gottesdienste und andere rituelle Veranstaltungen sind mit bis zu 100 Teilnehmern außerhalb und 50 Personen innerhalb geschlossener Räume erlaubt.

  • Es gelten die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Auch am Platz muss eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 getragen werden.
  • In der Regel muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
  • Außerdem muss die Möglichkeit zum Waschen oder Desinfizieren der Hände vorhanden sein.
  • Die Kontaktdaten der Besucher müssen erfasst werden.
  • Im Freien ist Gesang mit einer OP-Maske oder einer Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 erlaubt.

Grenzpendler

Grenzpendler und Grenzgänger aus Dänemark müssen bei jeder Einreise ein negatives Antigen-Schnelltest-Ergebnis vorlegen können, das nicht älter als 72 Stunden ist. Von einer Quarantäne-Pflicht sind sie ausgenommen, wenn es sich um eine zwingend notwendige berufliche Tätigkeit handelt oder ein Aufenthalt zur Ausbildung oder zum Studium zwingend notwendig ist. Diese Notwendigkeit muss der Arbeitgeber bescheinigen.

Schleswig-Holsteiner, die in der Grenzregion wohnen, können auch ohne triftigen Grund nach Dänemark einreisen, wenn sie ein maximal 24 Stunden altes, negatives Ergebnis eines Coronatests vorweisen können. Allerdings besteht in Dänemark eine zehntägige Quarantänepflicht.

Hundeausbildung

Die Ausbildung von Hunden außerhalb geschlossener Räume in Gruppen mit bis zu zehn Personen ist möglich. In Flensburg, den Kreisen Segeberg und Pinneberg ist Hundeausbildung nur noch für Gruppen mit bis zu fünf Personen möglich.

Hygienemaßnahmen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Hygienemaßnahmen definiert, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. Dazu gehört besonders...

  • ... sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen.
  • ... die Hust- und Nieshygiene zu pflegen.
  • ... sich nicht an Mund, Nase und Augen zu fassen.
  • ... ausreichend zu lüften.
  • ... gute Haushaltshygiene mit haushaltsüblichen tensidhaltigen Wasch- und Reinigungsmitteln. Der routinemäßige Einsatz von Desinfektionsmitteln wird nicht empfohlen.

Darüber hinaus müssen Bürgerinnen und Bürger und beispielsweise Einrichtungen, Geschäfte und Institutionen vorrangig in Eigenverantwortung die allgemeinen Anforderungen an die Hygienemaßnahmen und Kontakteinschränkungen einhalten und die aktuellen Hygieneempfehlungen und Hinweise zur Viruseindämmung der zuständigen öffentlichen Stellen befolgen.

Inzidenzwert (Überschreitung)

Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Als Risikogebiet gilt ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt, wenn die Schwelle von 50 neu gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten ist. Die Landesregierung gibt jeweils am Mittwoch bekannt, welche Regeln für welche Regionen ab der folgenden Woche greifen. Dabei sind die Grenzwerte der Sieben-Tage-Inzidenz 50, 100 und 200 entscheidend.

Führen einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Inzidenz in einer Region, werden automatisch alle schon erfolgten Erleichterungen wieder gestrichen.

Isolation, selbstständig (Quarantäne)

Personen, die engen Kontakt zu einem Menschen mit einer nachgewiesenen Covid-19-Erkrankung hatten, sollen sich gleich und eigenständig in Isolation begeben. Sie müssen sich umgehend beim zuständigen Gesundheitsamt melden und dürfen ihre Häuslichkeit einmal für einen Corona-Test verlassen. Treten Symptome auf, müssen sie sich umgehend an den Fachdienst Gesundheit wenden.

Kitas

Die Landesregierung entscheidet auf Basis der Inzidenzwerte und in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern der jeweiligen Kreise und kreisfreien Städte, welche Regeln in welcher Region gelten. Diese Entscheidung soll laut Regierung immer mittwochs getroffen werden. Sie gilt dann für die komplette darauf folgende Woche, beginnend am Montag. Wie die Kita-Lage in Ihrer Region aktuell ist, sehen Sie hier. Das Gesundheitsministerium verfolgt einen Perspektivplan zum Hochfahren der Kita-Betreuung in diesem Jahr - je niedriger die Inzidenzwerte, desto mehr werden die Kitas ausgelastet.

Alle erwachsenen Personen in den Kitas (also auch die pädagogischen Fachkräfte) müssen eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen, wo immer das möglich ist. Situationsabhängig (zum Beispiel zur gezielten Sprachförderung oder beim Streitschlichten und Trösten der Kinder) kann vorübergehend auf das Tragen einer Maske verzichtet werden.

Das Personal soll außerdem mindestens zweimal wöchentlich auf eine Coronavirusinfektion getestet werden. Bei geimpftem Personal reicht eine wöchentliche Testung.

Kontaktbeschränkungen

Die Schleswig-Holsteiner sind angehalten, Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts nach Möglichkeit auf ein Minimum zu beschränken. Dabei kann der Leitsatz helfen: So viele Kontakte wie notwendig, aber so wenige wie möglich. Die Landesregierung appelliert wegen der hohen Infektionszahlen, alle nicht notwendigen Aktivitäten zu reduzieren.

Ansammlungen und Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum zu privaten Zwecken sind nur wie folgt zulässig:

  • von Personen eines gemeinsamen Haushaltes unabhängig von der Personenzahl
  • von Personen eines gemeinsamen Haushaltes mit einer weiteren Person
  • von Personen eines gemeinsamen Haushaltes mit Personen eines weiteren Haushalts, wenn insgesamt nicht mehr als fünf Personen teilnehmen

In Kreisen mit einer Inzidenz, die an mehreren aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt, dürfen sich bei privaten Zusammenkünften Personen eines gemeinsamen Haushaltes nur mit einer weiteren Person treffen, dies gilt im privaten und im öffentlichen Raum.

Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt, sondern als Einheit mit einem Elternteil betrachtet. Paare mit getrennten Wohnsitzen gelten nun als ein Haushalt. Personen mit Schwerbehindertenausweis dürfen von Begleitpersonen unterstützt werden.

Kontaktdatenerfassung

Um mögliche Kontaktketten nachvollziehen zu können, müssen Besucher und Gäste in bestimmten Fällen Kontaktdaten hinterlassen - in der Regel an Orten, an denen man sich länger aufhält. Es werden abgefragt:

  • Datum und Uhrzeit des Besuchs
  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • soweit vorhanden: Telefonnummer oder E-Mail-Adresse

Es ist verboten, die Kontaktdaten falsch anzugeben - wer dies tut, muss mit einem Bußgeld von 1.000 Euro rechnen. Die Daten werden für einen Zeitraum von vier Wochen unter Wahrung des Datenschutzes aufbewahrt und danach vernichtet. Kontaktdaten von Kunden oder Besuchern können auch mit Hilfe einer Software erfasst werden, zum Beispiel mit einer App. Auch diese muss Gesundheitsämtern vier Wochen lang ermöglichen, auf die Daten zuzugreifen.

Krankenhaus

Die Versorgung von Patienten in Krankenhäusern ist sichergestellt. Neben den Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr und einem Testkonzept sind die Krankenhäuser individuell verantwortlich, welche weiteren Maßnahmen geboten sind. So können sie Betretungsbeschränkungen zum Zwecke des Infektionsschutzes erlassen. Besucher müssen ein negatives Corona-Testergebnis vom Tag oder vom Vortag vorlegen.

Die Krankenhäuser, die gleichzeitig im Covid-19-Intensivregister Schleswig-Holstein registriert sind, nehmen im Rahmen der allgemeinen und der Notfall-Versorgung jederzeit einzelne Covid-19-Patienten auf und versorgen sie. Covid-19-Patienten müssen vorrangig vor planbaren Behandlungen behandelt werden.

Kultur: Theater, Konzerte, Kino, Museum

Einrichtungen wie Kinos und Theater bleiben geschlossen. Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive dürfen aber, sofern ein Hygienekonzept vorliegt, öffnen. Auch hier gilt, dass die Peronenzahl begrenzt wird und die Kontaktdaten erhoben werden müssen.

Lüften

Die Landesregierung folgt einer Empfehlung der Bundesregierung, dem Lüften eine große Bedeutung zuzuweisen, da Aerosole maßgeblich dazu beitragen, dass sich Viren verbreiten. Aerosole sind kleine Tröpfchen, die Menschen ausatmen oder aushusten. Wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass regelmäßiges Lüften das Infektionsrisiko in Räumen senkt.

Es gilt als erwiesen, dass ...

  • ... konsequentes, intensives und regelmäßiges Lüften wirksam ist, um die Ausbreitung des Virus zu hemmen.
  • ... das Lüften nur in Kombination mit der AHA-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) hilft.
  • ... je weniger Menschen sich in einem Raum zusammen aufhalten, desto geringer ist die Ansteckungsgefahr. Hier empfiehlt das Umweltbundesamt, Räume mit nur so vielen Menschen zu belegen, dass alle das Abstandsgebot von 1,5 Metern jederzeit einhalten können.

Als Grundformel gilt: Ein Besprechungsraum soll grundsätzlich alle 20 Minuten für drei Minuten im Winter, fünf Minuten im Frühling/Herbst und zehn Minuten im Sommer stoßgelüftet werden. Zusätzlich wird empfohlen, nach einem Niesen oder Husten ebenfalls zu lüften. Wird in geschlossenen Räumen das Abstandsgebot aus räumlichen Gründen unterschritten, empfiehlt das Umweltbundesamt eindringlich, weitere Schutzmaßnahmen, wie Maske oder Trennwände, zu nutzen.

Maskenpflicht

Im Einzelhandel, Personenverkehren, Pflegeheimen, bei religiösen Veranstaltungen und Versammlungen sind sogenannte qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen zu verwenden. Zu diesen Bedeckungen zählen OP-Masken und Masken der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 . Nicht zulässig sind in den genannten Bereichen, zu denen auch Wochenmärkte zählen, Alltagsmasken zum Beispiel aus Stoff ebenso wie Masken mit Auslassventilen.

In Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen, Bahnhöfen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in denen typischerweise das Abstandgebot nicht eingehalten werden kann, müssen Fußgängerinnen und Fußgänger eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung tragen, auch Alltagsmasken sind erlaubt. Auch auf den Promenaden mancher Orte muss eine Maske getragen werden. Dies regelt der jeweilige Kreis. Zum Essen, Trinken und Rauchen darf die Maske in diesen Bereichen abgesetzt werden, solange man steht oder sitzt.

In geschlossenen Räumen, die öffentlich für Kunden oder Besucher zugänglich sind, und am Arbeitsplatz gilt ebenfalls die Pflicht, eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Pflicht gilt nicht...

  • am festen Steh- oder Sitzplatz, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten oder die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren verringert wird.
  • bei schweren körperlichen Tätigkeiten.
  • bei der Nahrungsaufnahme.
  • bei Gerichtsverhandlungen und Anhörungen.

Wichtig: Trotz Maske gilt das Abstandsgebot, sofern es möglich ist.

Die Regeln im Detail:

  • Die Alltagsmaske muss sowohl Mund als auch Nase bedecken.
  • Ein Face Shield ist grundsätzlich nicht mehr erlaubt, weil es laut RKI "nicht vergleichbar die Verbreitung von Aerosolen verhindert".
  • Eine Maske mit Ausatemventil ist nicht erlaubt. Sie gilt weder als qualifizierte noch als einfache Mund-Nasen-Bedeckung.
  • Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen.
  • Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung, die aufgrund dessen nicht in der Lage sind, eine Maske zu tragen, sind von der Maskenpflicht ausgenommen.
  • Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sprachbehinderungen dürfen eine Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen, soweit dies zum Zwecke der Kommunikation mit anderen erforderlich ist.
  • So genannte Face Shields dürfen von Personen getragen werden, die für Personen mit Hörbehinderung im Bereich der Kommunikation tätig sind.
  • Die Maskenpflicht gilt für Fußgängerinnen und Fußgänger. Wer mit dem Fahrrad oder Roller fährt, muss keine Maske tragen - wer schiebt, schon.

Kinder bis zu einem Alter von 6 Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Für ältere Kinder gelten die gleichen Regeln, wie für Erwachsene. Allerdings empfiehlt das Gesundheitsministerium, dass Kinder eher OP-Masken als FFP2-Masken tragen, da diese passgenauer anzulegen sind.

Modellprojekte

Für sogenannte Modellprojekte ist es zeitlich befristet und räumlich beschränkt möglich, Ausnahmen von den hier genannten Regeln zuzulassen. Voraussetzung sind strenge Schutzmaßnahmen und ein Testkonzept. Außerdem muss das jeweilige Gesundheitsamt das jeweilige Projekt zulassen und das Gesundheitsministerium zustimmen. Die Ergebnisse müssen wissenschaftlich ausgewertet werden. Es gibt Modellprojekte für Tourismus, Kultur und Sport.

Museum

Museen können mit Hygienekonzept öffnen. Die Besucherzahl ist drinnen auf eine Person je zehn Quadratmeter Fläche begrenzt, hinsichtlich der 800 Quadratmeter übersteigenden Besuchsfläche und draußen auf eine Person je 20 Quadratmeter. Kontaktdaten müssen erhoben werden.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

In Bussen und Bahnen gilt für Kundinnen und Kunden die Maskenpflicht - auch in Taxen und Schulbussen. Reisende, Kunden und Schüler müssen eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen. Sofern das Abstandsgebot eingehalten werden kann, sollte der Mindestabstand zu anderen Personen gewahrt werden - er ist aber wegen der räumlichen Gegebenheiten nicht zwingend. Die Maßgaben gelten auch für Passagiere in Fernzügen, Fernbussen, Fähren oder Flugzeugen, so lange sie sich auf dem Gebiet von Schleswig-Holstein befinden. In geschlossenen Abteilen, die alleine oder mit Personen des eigenen Hausstands genutzt werden, gilt keine Maskenpflicht. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bezieht sich auch nicht auf das Fahrpersonal.

In Bahnhöfen, in denen typischerweise das Abstandgebot nicht eingehalten werden kann, müssen Personen eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen. Für Bahnhofsvorplätze und Haltestellen können Kommunen eine Maskenpflicht anordnen. Diese Anordnung wird in der Regel durch Schilder an den betroffenen Orten ausgewiesen.

Pflegeheime

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe dürfen angesichts der in Heimen abgeschlossenen Impfkampagne gegen das Coronavirus wieder mehr Besucher empfangen. Die Begrenzung auf zwei registrierte Personen ist aufgehoben. Besucher, die nachweislich über einen ausreichenden Impfschutz verfügen, müssen sich vor dem Betreten eines Heimes nicht mehr testen lassen. Seit der letzten erforderlichen Impfung gegen das Coronavirus müssen mindestens zwei Wochen vergangen sein, ehe Besucher das Heim ohne negatives Corona-Testergebnis betreten dürfen. Für besonders vulnerable Einwohner von Einrichtungen der Eingliederungshilfe, die keinen ausreichenden Impfschutz haben, gilt: Sie dürfen weiterhin nur von zwei registrierten Personen Besuch bekommen.

Besucher von Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe müssen eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen. Für voll- und teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen sowie für Gruppenangebote zur Betreuung pflegebedürftiger Menschen gilt: angestellte und externe Mitarbeiter haben eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 zu tragen. Im unmittelbaren Kontakt mit Bewohnern ist eine OP-Maske nicht ausreichend.

Pflegeheimbetreiber müssen angestellte und externe Mitarbeiter mindestens zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen. Die Tests müssen vor Ort im Heim angeboten werden.

Grundsätzlich gelten die Hygieneregeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr und individuelle Konzepte der jeweiligen Einrichtung. Für Gebäude der Pflege und der Eingliederungshilfe gilt:

  • Das Heim muss ein Hygienekonzept haben, das auch die sichere Ausgestaltung von Besuchen regelt.
  • Die Besuche werden dokumentiert.
  • Es müssen gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen für den Infektionsschutz ergriffen werden.
  • Ein Betretungsverbot für Besucher mit akuten Atemwegserkrankungen.

Gemeinschaftsräume dürfen wieder für mehrere Wohnbereiche übergreifende Gruppenangebote und Gemeinschaftsveranstaltungen genutzt werden. Während der Angebote müssen die Teilnehmer eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen.

Prostitution

Das Prostitutionsgewerbe ist derzeit verboten.

Reisen

Privates Reisen in oder nach Schleswig-Holstein ist nicht verboten. Die örtlichen Ordnungsämter können aber eigenständige Verbote erlassen, etwa wenn große Menschenansammlungen zu erwarten sind. Maßgeblich ist in jedem Fall die Einhaltung der geltenden Regeln im Umgang miteinander - wie die ausdrückliche Kontaktbeschränkung und die allgemein geltenden Hygienemaßnahmen.

Beherbergungsbetriebe sind geschlossen. Ausnahmen gelten nur, wenn der Gast schriftlich bestätigt, dass die Übernachtung ausschließlich zu beruflichen, medizinischen oder zwingenden sozial-ethischen Zwecken (zum Beispiel eine Beerdigung) erfolgt. In einem Sportboothafen darf zum Zwecke der Herstellung der Seetüchtigkeit und zur Überführung eines Bootes zu seinem Dauerliegeplatz auf dem Boot übernachtet werden.

Organisierte Urlaubsfahrten mit Reiseunternehmen zu touristischen Zwecken sind nicht erlaubt. Die Landesregierung appelliert wegen der hohen Infektionszahlen, alle nicht notwendigen Aktivitäten zu reduzieren - das gilt auch für nicht notwendige touristische Reisen.

Reiserückkehrer / Risikogebiete / Hochinzidenzgebiete / Virusvariantengebiete

Reiserückkehrer aus Risiko- oder Hochinzidenzgebieten sind verpflichtet, sich unverzüglich für 10 Tage in Quarantäne zu begeben. Wenn sie über ein ärztlich bestätigtes, negatives Corona-Testergebnis verfügen, dem ein Test zugrunde liegt, der frühestens fünf Tage nach der Einreise gemacht wurde, kann die Quarantäne beendet werden.

Urlaubsrückkehrer aus einem Risikogebiet müssen sich unter bestimmten Bedingungen nicht in Quarantäne begeben, wenn sie unmittelbar vor der Rückreise im Urlaubsort einen Corona-Test gemacht haben, der negativ ausgefallen ist. Zu den Bedingungen gehört, dass Deutschland und die Regierung des Urlaubslandes eine entsprechende Vereinbarung getroffen haben und es keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für das Urlaubsland gibt.

Einreisende aus Virusvariantengebieten müssen sich für 14 Tage isolieren.

Alle Reiserückkehrer und Einreisenden müssen sofort das zuständige Gesundheitsamt kontaktieren, falls während der Isolation typische Symptome für eine Coronavirus-Infektion auftreten - zum Beispiel Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust.

Alle Details für Ein- und Rückreisende sind in der Corona-Quarantäneverordnung festgehalten. In der aktuellen Version gilt sie vom 29. März bis zum 09. Mai 2021.

Schulen

Präsenzunterricht, Wechselunterricht oder Lernen in Distanz: Die Landesregierung entscheidet auf Basis der Inzidenzwerte und in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern der jeweiligen Kreise und kreisfreien Städte, welche Regeln in welcher Region und für welche Schulstufen gelten. Diese Entscheidung soll laut Regierung immer mittwochs getroffen werden. Sie gilt dann für die komplette darauf folgende Woche, beginnend am Montag. Wie die Schul-Lage in Ihrer Region aktuell ist, sehen Sie hier.

Abschlussjahrgänge bekommen Lern- und Vorbereitungsangebote in den Schulen in Präsenz. Die Angebote finden in Kleingruppen mit Abstand und Hygienekonzept statt. Prüfungen werden in den Schulen durchgeführt.

Eltern, die mit gefährdeten Personen in einem Haushalt leben oder engen Kontakt zu solchen Personen halten müssen - zum Beispiel berufsbedingt -, können ihre Kinder vom Präsenzunterricht befreien.

Hier finden Sie die aktuelle Corona-Schulverordnung für Schleswig-Holstein. Sie ist am 18. April in Kraft getreten und gilt für sämtliche allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, Förderzentren, Ergänzungs- und Ersatzschulen sowie die Schulen der dänischen Minderheit. Die Verordnung muss auch bei außerschulischen Bildungsangeboten sowie Angeboten der offenen Ganztagsschulen und Horte berücksichtigt werden. In ihr ist unter anderem geregelt, wann Ausnahmen von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung erlaubt sind.

Förderzentren

An Förderzentren gibt es Unterrichts- und Betreuungsangebote, die die Schüler in Absprache mit der Schulleitung besuchen. Für Schüler, die nicht in Präsenz beschult werden, ist ein Lernen in Distanz vorgesehen.

Berufliche Schulen

In den berufsbildenden Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren gibt es ein Lernen in Distanz. Ausnahmen - sprich: Präsenzunterricht - kann es für Schüler geben, die eine Abschluss- oder Zwischenprüfung vor sich haben oder in einem Abschlussjahrgang sind. Prüfungen finden in den Schulen statt.

Schwimmbad / Spaßbad

Der Betrieb von Schwimm- und Spaßbädern ist untersagt. Gesundheitsämter haben aber die Möglichkeit, Schwimmhallen für Gruppenschwimmkurse für Kinder bis 14 Jahre zu öffnen.

Spielplatz

Spielplätze dürfen genutzt werden. Der Betreiber muss ein Hygienekonzept vorlegen. Auf die erlaubte Anzahl der Personen und die Zeit der Nutzung muss gut sichtbar hingewiesen werden.

Sport

Individualsport ist in folgendem Rahmen erlaubt:

  • Sport allein, zusammen mit den Personen seines eigenen Haushaltes oder einer anderen Person.
  • Außerhalb geschlossener Räume darf Sport ohne Körperkontakt in Gruppen von bis zu zehn Personen ausgeübt werden.
  • Kinder unter 14 Jahren dürfen außerhalb geschlossener Räume ohne Körperkontakt in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter Anleitung von höchstens zwei Personen trainieren. Kontaktdaten müssen erhoben werden.
  • Sportanlagen sind für die Sportausübung wieder offen.
  • In geschlossenen Räumen dürfen pro Raum nur Personen eines Hausstandes oder zwei Personen aus verschiedenen Haushalten Sport machen. In großen Räumen gilt die Personenzahl für je 80 Quadratmeter pro sporttreibender Person, wenn die Personen gleichmäßig verteilt sind.
  • Zuschauer sind nicht erlaubt.

Der Betrieb von Schwimm- und Spaßbädern bleibt untersagt. Gesundheitsämter haben aber die Möglichkeit, Schwimmhallen für Gruppenschwimmkurse für Kinder bis 14 Jahre zu öffnen.

Profisport ist unter bestimmten Auflagen weiter möglich. Zuschauer sind dabei nicht zugelassen.

Therapieeinrichtungen

Therapieeinrichtungen wie Physiotherapiepraxen dürfen Patienten empfangen und unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes arbeiten. Darüber hinaus gelten die Regeln für Einrichtungen mit Publikumsverkehr.

Tierparks, Wildparks, Aquarien, Zoos

Tierparks, Wildparks, Aquarien, Angelteiche, Zoos und Botanische Gärten können mit Hygienekonzepten öffnen. Die Besucherzahl ist innerhalb geschlossener Räume auf eine Person je zehn Quadratmeter Fläche begrenzt, hinsichtlich der 800 Quadratmeter übersteigenden Besuchsfläche und außerhalb geschlossener Räume auf eine Person je 20 Quadratmeter. Die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher sind zu erheben.

Unterkünfte: Hotels und Herbergen

Es dürfen in Schleswig-Holstein keine Gäste zu touristischen Zwecken beherbergt werden. Das Beherbergungsverbot gilt für:

  • Hotels, privat und gewerblich vermietete Ferienhäuser, Pensionen und Ferienwohnungen,
  • Wohnmobilstellplätze und Campingplätze,
  • Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendbildungseinrichtungen, Jugendherbergen, Schullandheime und vergleichbare Einrichtungen.

Ausnahmen gelten für Übernachtungen
  • aus beruflichen Gründen,
  • aus sozial-ethischen Gründen (z.B. Beerdigung oder Sterbebegleitung),
  • aus medizinisch veranlassten Gründen (z.B. Begleitung eines Kindes bei einem Krankenhausaufenthalt).
  • auf einem Boot in einem Sportboothafen, wenn das Boot seetüchtig gemacht oder zu seinem Dauerliegeplatz überführt wird

Dazu ist jeweils eine schriftliche Bestätigung nötig, die Sie dem Gastgeber vorlegen müssen.

Veranstaltungen

Veranstaltungen sind generell untersagt. Nur für nachfolgende Bereiche gibt es eine Ausnahme

  • Veranstaltungen und Sitzungen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, von bestimmten Anstaltungen und Stiftungen sowie beispielsweise Gemeindewahlausschüsse
  • Zusammenkünfte, die aus geschäftlichen, beruflichen oder dienstlichen Gründen erforderlich sind, um Prüfungen durchzuführen oder eine Betreuung zu gewährleisten
  • im Rahmen der Kindertagesbetreuung, einer außerfamiliären Wohnform oder von Betreuungs- und Hilfeleistungsangeboten
  • für Veranstaltungen zu privaten Zwecken im Rahmen der geltenden Kontaktbeschränkungen
  • für unaufschiebbare Veranstaltungen von Parteien und Wählergruppen
  • für verordnete Gruppentherapien
  • für Kurse zur Geburtsvorbereitung und Rückbildung
  • für die Teilnahme an von der Kultusministerkonferenz anerkannten Schüler- und Jugendwettbewerben, wenn eine digitale Teilnahme nicht möglich ist

Für sämtliche geduldeten Veranstaltungen gelten die Hygiene- und Kontaktvorgaben.

Versammlungen

Eine Versammlung wird laut schleswig-holsteinischem Versammlungsrecht wie folgt definiert: "Versammlung im Sinn dieses Gesetzes ist eine örtliche Zusammenkunft von mindestens drei Personen zur gemeinschaftlichen, überwiegend auf die Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung gerichteten Erörterung oder Kundgebung."

Für alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Versammlungen gilt:

  • Die Einhaltung des Abstandsgebots muss möglich sein.
  • Im Freien sind Versammlungen mit bis zu 100 Teilnehmern erlaubt, in geschlossenen Räumen bis zu 50.
  • Es besteht eine Maskenpflicht (OP-Maske oder eine Maske nach den Standards N95, KN95 oder FFP2). Einzig die bei Ansprachen/Vorträgen sprechende Person wird von dieser Pflicht entbunden
  • Wer eine Versammlung plant, muss ein Hygienekonzept erstellen (gilt nicht für Spontanversammlungen) und die Kontaktdaten der Teilnehmer erfassen, sofern die Versammlung in geschlossenen Räumen stattfindet.

Die Behörden dürfen, wenn sie Zweifel an einem ausreichenden Infektionsschutz haben, Versammlungen beschränken oder verbieten. Sie können aber ausnahmsweise auch größere Versammlungen genehmigen.

Wellness: Sauna, Solarium, Massage

Wellnesseinrichtungen wie Sauna gelten als Freizeiteinrichtungen und bleiben geschlossen. Massagestudios dürfen allerdings öffnen. Sie zählen zu körpernahen Dienstleistungen. Auch Solarien dürfen wieder öffnen.

Wochenmärkte

Auf Wochenmärkten muss neben Besuchern auch das Verkaufspersonal eine OP-Maske oder eine Maske nach den Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen.

Zweitwohnungen

Das aktuelle Verbot der Beherbergung gilt nicht für Eigentümer von Zweitwohnungen, sofern sie diese selbst nutzen oder die Zweitwohnungen unentgeltlich an Freunde oder Familie weitergeben. Auch Mieter von Zweitwohnungen, die diese auf Grundlage von langfristig abgeschlossenen Mietverträgen nutzen, sind von dem Verbot ausgenommen. Zu den Ausnahmen zählen außerdem Dauercampingplätze, dauerhafte Wohnmobilstellplätze und langfristig gemietete Liegeplätze in Sportboothäfen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.04.2021 | 08:00 Uhr

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