Die Abgeordneten des schleswig-holsteinischen Landtags tagen im Plenarsaal. © dpa-Bildfunk Foto: Axel Heimken

Landtag berät über Situation der Medienlandschaft in SH

Stand: 24.03.2021 20:13 Uhr

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat im Landtag den aktuellen Medienbericht vorgestellt. Gleichzeitig begannen auch die Beratungen über den neuen NDR Staatsvertrag.

von Stefan Böhnke

Regierungschef Günther zeigte sich unter anderem zufrieden darüber, dass künftig regionale Minderheitensprachen im Angebot stärker berücksichtigt werden sollen. Insgesamt sei es geglückt, einen modernen Regelungsrahmen für den NDR zu schaffen.

Besorgt zeigte sich der Ministerpräsident über die Entwicklung auf dem Markt der regionalen privaten Medien. Sinkende Abonnentenzahlen und stark rückläufige Werbeeinnahmen hätten dafür gesorgt, dass diese stark unter Druck geraten seien. Günther wünschte sich eine offene Diskussion darüber, wie eine Förderung der regionalen Angebote bei gleichzeitiger Garantie der Staatsferne gelingen könne.

Beratung in den Ausschüssen

Jan Marcus Rossa von der FDP beklagte unfaire Wettbewerbsbedingungen durch den beitragsfinanzierten Rundfunk. Gerade digitale Angebote dürften nicht in Konkurrenz zu privaten Anbietern stehen, sagte er.

Lars Harms vom SSW forderte, dass sich der Sendeumfang von Minderheiten- und Regionalsprachen im NDR am Angebot für Niederdeutsch orientiere müsse.

Nur der Abgeordnete Volker Schnurrbusch von der AfD kündigte an, der Neufassung des NDR Staatsvertrages nicht zustimmen zu wollen. Über diesen wird jetzt in den Ausschüssen des Landtages weiter beraten.

Weitere Informationen

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.03.2021 | 19:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

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