Stand: 13.02.2019 15:07 Uhr

Landesregierung: Küstenschutz soll ausgebaut werden

Der Küstenschutz an der Ostsee soll weiter ausgebaut werden. Dafür sei eine Gesamtstrategie notwendig, um zunehmenden Belastungen insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu begegnen, erklärte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Mittwoch im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Kieler Uni suche das Land nach Konzepten. Bereits am Dienstag hatte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) verkündet, dass es für die von Sturmschäden betroffenen Ostseeorte insgesamt eine Million Euro Soforthilfe geben soll und gleichzeitig an einer Gesamtstrategie Ostküste 2100 gearbeitet werde.

Die Küsten nehmen Schaden wegen Sturmfluten.

Ostsee-Küstenschutz soll ausgebaut werden

Schleswig-Holstein Magazin -

Winterstürme haben an der Ostseeküste Schaden angerichtet - dafür erhalten die Gemeinden Geld vom Land. Im Landtag wurden zudem langfristige Küstenschutzmaßnahmen beschlossen.

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Investition auch in Deiche

Küstenschutz sei im Norden systemrelevant, betonte Albrecht. Ohne Deiche würde bei Sturmfluten gut ein Viertel Schleswig-Holsteins überschwemmt. Diese Bereiche lägen zwar zu mehr als 90 Prozent an der Nordsee und an der Elbe, aber eben auch an der Ostseeküste. "Durch den vom Menschen verursachten Klimawandel und den damit verbundenen beschleunigten Meeresspiegelanstieg werden die Belastungen aus Wasserstand und Wellen weiter zunehmen und auch zu einer stärkeren Veränderung der Küsten führen", so der Minister.

Das Land investiere bereits in die Verstärkung der Deiche an der Ostsee, beispielsweise in der Lübecker Bucht auf mehr als fünf Kilometern Länge für gut 20 Millionen Euro. Es gebe Planungen für den Bau eines gut zehn Kilometer langen Landesschutzdeichs im Norden Fehmarns. Eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe mit dem Wirtschaftsministerium soll nun weitere Strategien erarbeiten.

SPD vermisste Vorschläge

Die SPD vermisste in der Regierungserklärung jedoch konkrete Vorschläge. "Für einen Fachvortrag sehr spannend, für eine Regierungserklärung recht schwach", sagte die SPD-Umweltpolitikerin Sandra Redmann. Inhaltlich teile die SPD zwar zahlreiche Punkte, doch konkrete Maßnahmen seien schon am Dienstag verkündet worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 13.02.2019 | 14:00 Uhr

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