Stand: 24.05.2019 14:51 Uhr

"Fridays for Future": Tausende auf den Straßen

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Laut, bunt, energisch: Rund 3.500 Schüler demonstrieren am Freitag in Kiel für den Klimaschutz.

Zwei Tage vor der Europawahl haben am Freitag Tausende Schüler in Schleswig-Holstein für den Klimaschutz demonstriert. Allein in Kiel versammelten sich nach Angaben der Polizei auf dem Rathausplatz zunächst mehr als 3.500 Unterstützer der Aktion "Fridays for Future" für einen vierstündigen Zug durch Kiel. Dabei wuchs die Zahl der Demonstranten laut Polizei auf etwa 7.000. Die Abschlusskundgebung fand vor dem Landtag statt. In Flensburg demonstrierten laut Polizei etwa 600 Klimaschützer, in Elmshorn etwa 500 und in Itzehoe zirka 200. Kleinere Kundgebungen gab es unter anderem auch in Heide, St. Peter-Ording und auf Fehmarn.

Veranstalter: Klimawandel geht nur mit Europa

Das Motto der Organisatoren: "Wir machen die Europawahl zur Klimawahl." Die Klimakrise sei die größte Bedrohung der Menschheit, betonten die Veranstalter der Aktionen in ganz Deutschland. Um die Klimakrise zu stoppen, brauche es Lösungen, die auch über Europas Grenzen hinaus wirkten. In Elmshorn sagten einige Teilnehmer, die Europawahlen seien die letzte Chance für einen Klimawandel. In fünf Jahren - bei den nächsten Wahlen - sei es einfach zu spät.

Proteste in mehr als 100 Ländern geplant

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Auch in Flensburg gingen die Aktivisten auf die Straße.

In der Hamburger Innenstadt waren 17.000 junge Menschen bei den Demos dabei. Weltweit sind Kundgebungen in mehr als 100 Ländern geplant. Vorbild der Jugendlichen ist die Schwedin Greta Thunberg. Seit Monaten lassen junge Menschen freitags den Unterricht ausfallen, um für eine bessere Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Die "Fridays for Future"-Aktivisten fordern unter anderem die Einhaltung der Pariser Klimaziele.

Weitere Informationen

Rekordbeteiligung bei "Fridays for Future"-Demo

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.05.2019 | 10:00 Uhr

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