Stand: 30.07.2019 15:01 Uhr

Freie Fahrt nach Oberleitungsschaden in Elmshorn

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Eine defekte Oberleitung vor dem Bahnhofsbereich in Elmshorn verursachte am Montag zahlreiche Zugausfälle.

Mehr als 24 Stunden lang hatte es nach einem Oberleitungsschaden im Bereich des Elmshorner Bahnhofs zum Teil massive Probleme im Zugverkehr gegeben. Am Dienstagmittag wurde auch das gesperrte zweite Gleis wieder freigegeben. Das sagte eine Bahnsprecherin. Seit 13 Uhr sei alles wieder frei. Langsam beginne der Bahnverkehr sich wieder zu normalisieren. Das erste zunächst gesperrte Gleis auf der Strecke konnte seit Montagabend wieder befahren werden. Von den Einschränkungen betroffen waren die Verbindungen Hamburg-Kiel, Hamburg-Westerland und Hamburg-Flensburg.

Auch Wacken-Fans betroffen

Zunächst hieß es, dass das zweite Gleis im Bahnhof Elmshorn im Laufe des Dienstagvormittags wieder befahrbar sein soll, doch die Reparaturarbeiten zogen sich bis in den Mittag. Insgesamt hatten sich laut Bahn rund 200 Züge verspätet oder waren auf Teilstrecken ausgefallen. Betroffen von dem Oberleitungsschaden waren auch Reisende mit Ziel Heavy-Metal-Festival in Wacken , die mit der Bahn zum Bahnhof nach Itzehoe fahren wollten.

IC reißt Oberleitung ab - Passagiere steigen auf freier Strecke aus

Nach Angaben der Bahn hatte am Montag ein Intercity die Oberleitung abgerissen. Danach sei diese dann auf einen Zug der Nordbahn gefallen. Beide Züge mussten ihre Fahrt stoppen. Bevor die Fahrgäste der Nordbahn aussteigen konnten, musste zunächst die Stromleitung geerdet werden. Nachdem der Strom abgeschaltet war, konnten die fast 400 Passagiere auf freier Strecke die Waggons verlassen. Der IC konnte seine Fahrt von Köln nach Kiel später mit einer Diesellok fortsetzen. Zwischenzeitlich mussten aber die beiden Gleise zwischen Elmshorn und Tornesch (Kreis Pinneberg) laut Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis gesperrt werden.

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Ist mein Zug pünktlich?

Informationen zu Zugverspätungen und Zugausfällen im Norden im NDR Text. mehr

Unter anderem war die Zugverbindung zwischen Hamburg und Westerland unterbrochen. Züge aus Richtung Westerland endeten in Elmshorn und fuhren von dort wieder zurück auf die Nordseeinsel. Züge aus Kiel in Richtung Hamburg endeten in Neumünster. Dort mussten Reisende umsteigen oder gleich von Kiel aus über Lübeck in Richtung Hamburg aufbrechen. Die Deutsche Bahn und die Nordbahn hatten einen Ersatzverkehr mit Bussen und Großraumtaxen eingerichtet, allerdings war dieser überlastet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 30.07.2019 | 13:00 Uhr

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