Stand: 06.11.2019 17:56 Uhr

Fehmarnbelt: Archäologische Funde präsentiert

Zweieinhalb Jahre haben Archäologen im Kreis Ostholstein die vor- und frühgeschichtlichen Hinterlassenschaften entlang der geplanten Bahntrasse zum Fehmarnbelt-Tunnel dokumentiert. Ihre Funde präsentierten sie am Mittwoch in Oldenburg (Kreis Ostholstein). Darunter befanden sich Teile eines 1.700 Jahre alten Hundeskeletts, Getreidekörner aus der jüngeren Bronzezeit und steinzeitliche Werkzeuge.

Fehmarnbelt: Ausgrabungsergebnisse in Oldenburg

130.000 Quadratmeter freigelegt

Insgesamt wurden 30 vom Bauvorhaben bedrohte archäologische Denkmale freigelegt, die Funde geborgen und deren Strukturen fachgerecht dokumentiert, wie das Archäologische Landesamt mitteilte. Die Fundstätten - überwiegend einstige Siedlungsstandorte - datieren von der Jungsteinzeit (etwa 3800 v. Chr.) bis zum Mittelalter (1200 n. Chr.). Neben vielen Gruben wurden bei den Grabungen auch Pfostenstellungen von Langhäusern entdeckt. Eine kleine Zahl gehört den Angaben zufolge zu bisher selten entdeckten Gebäudegrundrissen der älteren Bronzezeit. Insgesamt 130.000 Quadratmeter Fläche wurde von den fünf Grabungsteams freigelegt und untersucht.

Steinzeitliche Werkzeuge liegen auf einem Tisch © NDR Foto: Frank Molter

Ausgrabungsfunde an geplanter Fehmarnbelt-Trasse

NDR 1 Welle Nord - Nachrichten für Schleswig-Holstein -

Die Archäologischen Ausgrabungen zwischen Lübeck und Puttgarden sind beendet. Die Funde, die von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter reichen, wurden nun präsentiert.

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"Die Ausgrabungsergebnisse liefern spannende und weite Zeiträume umfassende Einblicke in die Besiedlungsgeschichte Ostholsteins", sagte der Direktor des Archäologischen Landesamts, Ulf Ickerodt. Neben der wissenschaftlichen Arbeit mit den Funden und Grabungsdokumentationen sind auch populäre Präsentationen und Publikationen der Arbeitsergebnisse geplant.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 06.11.2019 | 18:00 Uhr

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