Stand: 22.11.2018 05:00 Uhr

Computerspiele sollen Senioren fit machen

Spielerisch seine Fitness zu verbessern, das ist das Ziel eines Pilotprojektes für pflegebedürftige Menschen. Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) ist Schirmherr und hat das bundesweite Projekt in Kiel vorstellt. Der sperrige Titel des von der Barmer Ersatzkasse geförderten Projekts lautet: "Digitale Prävention in Pflegeeinrichtungen durch therapeutisch-computerbasierte Trainingsprogramme."

Mit der Spielekonsole Memorebox können sich Senioren verschiedene gesundheitsfördernde Videospiele auswählen, zum Beispiel Tanzen oder Singen. Wie beim Karaoke wird dann der Text auf dem Bildschirm angezeigt. Sie können aber auch virtuell Motorrad fahren oder Tischtennis spielen.

Spielen, tanzen und singen für die Fitness

Die Spiele werden über Körperbewegungen, die von einer Spezialkamera aufgenommen werden, lebensnah gesteuert. So können die Spiele im Stehen oder Sitzen, also auch im Rollstuhl, gespielt werden. Die Videospiele sind leicht durchzuführen, machen Spaß und werden zum gemeinschaftlichen Erlebnis.

Erste wissenschaftliche Untersuchungen der Berliner Humboldt Universität belegen: Ausdauer und Konzentration werden gefördert, Muskeln beansprucht, Bewegungen trainiert - und durch das gemeinsame Spielen werden die sozialen Bindungen gestärkt. Besonders wichtig für Senioren: Bereits acht Minuten pro Tag sich von links nach rechts mit dem Oberkörper zu bewegen reichten aus, um Stürzen vorzubeugen, sagen die Entwickler der Konsole.

Weitere Informationen

Senioren zocken Videospiele - für die Fitness

In Pflegeheimen in Hamburg und Berlin ist eine zweijährige Pilotphase zu Ende gegangen. Dabei haben Senioren Videospiele gespielt, um fit zu bleiben. Das Projekt wird ausgeweitet. mehr

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 21.11.2018 | 19:30 Uhr

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