Stand: 28.11.2017 15:00 Uhr

Wolfsbüro rät Tierhaltern: Baut mehr Elektrozäune!

Das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz empfiehlt: Elektrozäune. Die Nutztierhalter in den Landkreisen Diepholz und Vechta sollen, so raten die Experten, künftig feststehende Zäune mit Elektrodraht versehen. In den beiden Regionen seien Wölfe in der jüngsten Zeit mehrfach über Zäune geklettert, die 120 Zentimeter hoch waren und mit einem sogenannten Untergrabeschutz eigentlich als "wolfsabweisend" galten. Der Untergrabeschutz bedeutet, dass ein Zaun noch 30 Zentimeter im Boden verankert wird. So soll dem Wolf bei einem möglichen Versuch die Lust genommen werden, sich unter dem Zaun durchzugraben, sagte die Sprecherin des Wolfsbüros, Bettina S. Dörr NDR.de.

Andere Regionen nicht betroffen

In anderen Regionen in Niedersachsen sei ein solcher Vorschlag bislang nicht nötig - dort gebe es derzeit schlicht keine Hinweise darauf, dass Wölfe es geschafft hätten, über Zäune zu gelangen. Zu wie vielen Vorfällen dieser Art es in den beiden genannten Landkreisen gekommen ist, konnte Dörr nicht sagen. Aber: "Als sicherer Schutz gelten Elektrozäune ab einer Höhe von 120 Zentimetern oder noch besser ab 140 Zentimetern", so die Sprecherin weiter. "Wenn Tiere versuchen, über den Zaun zu klettern, bekommen sie einen Schlag und lassen davon ab."

Land übernimmt 80 Prozent der Kosten

Das Wolfsbüro rät Haltern bereits seit Ende 2016 zu Zäunen, die höher sind als 90 Zentimeter. Das Land übernehme 80 Prozent der Materialkosten. Durch niedersächsische Wälder streifen Dörr zufolge derzeit 14 Wolfsrudel, zwei Paare und ein einzelner Wolf. Die genaue Zahl der Tiere sei unbekannt. Sie liege je nach Größe der Rudel zwischen 75 und 145 Wölfen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 28.11.2017 | 17:00 Uhr

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