Stand: 11.09.2020 12:38 Uhr

Schweinepest: Preisverfall bringt Mäster in Not

Zahlreiche Schweine stehen dicht beieinander. © picture-alliance Foto: J.S. Pfeifer
Wegen der sinkenden Preise verkaufen viele Schweinemäster ihre Tiere früher als üblich. (Themenbild)

Nach dem ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg ist der Schweinepreis um 20 Cent auf 1,27 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht gesunken. Bei den Bauern breite sich deshalb Panik aus, sagte der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft (EZG) Hümmling, Bernd Terhalle, NDR 1 Niedersachsen. Schweinemäster würden ihre Tiere jetzt früher als sonst verkaufen.

Nächster Rückschlag nach Corona

Schon durch die Corona-Ausbrüche auf Schlachthöfen sei der Schweinepreis unter die Produktionskosten gefallen, sagte Terhalle. Jetzt verschlechtere sich die Lage für die Bauern ein weiteres Mal. Trotz der gesunkenen Preise könne die EZG den Bauern im Moment noch zusagen, ihre Schweine abzunehmen. Die Erzeugergemeinschaft Hümmling im emsländischen Lorup vermarktet jedes Jahr rund eine Million Schweine und 870.000 Ferkel für 450 Landwirte in der Region.

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Problematisch ist laut Terhalle, dass Veterinäre Exportfrachten nach China nicht mehr genehmigen dürfen. Auf den Verladepapieren müsse nämlich dokumentiert sein, dass Deutschland zwölf Monate frei von der Afrikanischen Schweinepest ist, so der EZG-Geschäftsführer. Er kritisierte, dass die Politik diese Maßgabe in Gesprächen mit China nicht vorsorglich geändert hat. Schließlich sei der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland nur eine Frage der Zeit gewesen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.09.2020 | 12:00 Uhr

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