Zwei Beamte des Hauptzollamts Osnabrück notieren sich etwas auf Klemmbrettern. © Hauptzollamt Osnabrück

Schwarzarbeit: Zoll nimmt bei Razzia fünf Unternehmer fest

Stand: 10.03.2021 17:19 Uhr

Ermittler des Hauptzollamts Osnabrück haben ein mutmaßliches Netzwerk von Paket-, Kurier- und Scheinfirmen zerschlagen und fünf mutmaßliche Haupttäter festgenommen.

Mehr als 300 Beamte haben nach Angaben der Behörde Geschäftsräume und Wohnungen in den Landkreisen Osnabrück, Emsland, Grafschaft Bentheim und im Münsterland (Nordrhein-Westfalen) durchsucht.

Schaden durch die Schwarzarbeit: zwei Millionen Euro

Der Zoll wirft insgesamt acht Beschuldigten vor, sich bandenmäßig zusammengeschlossen zu haben, um Sozialabgaben und Steuern im großem Umfang und auf Dauer vorzuenthalten. "Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen schätzen wir den entstandenen Gesamtschaden auf insgesamt mehr als zwei Millionen Euro", sagte Zoll-Sprecher Christian Heyer.
Im vergangenen Jahr waren im Bereich des Hauptzollamtes Osnabrück "vorenthaltene beziehungsweise veruntreute Sozialversicherungsbeiträge, hinterzogene Steuern und rechtswidrig erlangte Vermögensvorteile" in Höhe von 11,7 Millionen Euro festgestellt worden.

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Mitarbeiter des Zolls © picture alliance / dpa-Report Foto: Nicolas Armer

Schwarzarbeit: Zoll Osnabrück ermittelt Millionen-Schäden

Laut Bilanz von 2020 haben Fahnder des Hauptzollamts Hinterziehungen in Höhe von 11,7 Millionen Euro aufgedeckt. (09.02.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.03.2021 | 17:00 Uhr

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