Stand: 31.08.2020 13:44 Uhr

Niedersachsens Winzer rechnen mit mäßiger Ernte

Auf einem Weinberg in Bad Iburg werden Weintrauben der Rebsorte "Helios" geerntet. © dpa - Bildfunk Foto: Friso Gentsch
Die Wetterbedingungen für den Weinanbau waren in diesem Jahr nicht optimal.

Die rund 20 Winzer in Niedersachsen erwarten zum Beginn der Weinlese eine durchwachsene Ausbeute. Nach Angaben des niedersächsischen Winzer-Verbands in Bad Iburg (Landkreis Osnabrück) hatten die Weinbauern mit einem Spätfrost-Einbruch Mitte Mai zu kämpfen. Dadurch seien zum Teil schon gut entwickelte Triebe komplett abgefroren, sagte ein Sprecher. Auch das trockene Wetter habe für große Schäden gesorgt. Vor allem im Osten des Landes, in der Lüneburger Heide und im Raum Rotenburg habe es zu wenig Regen gegeben. Der zu erwartende Ertrag reiche vom Totalausfall bis zu einer relativ guten Ernte.

Weinanbau auf 24,5 Hektar Fläche

In Niedersachsen gibt es seit 2016 die Möglichkeit, professionell Wein anzubauen. Damals bekam das Land erstmals Anbaurechte vom Bund. Im Jahr 2020 sei die landesweite Weinanbaufläche um 2,7 Hektar auf 24,5 Hektar gewachsen, sagte eine Sprecherin des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg. Bei neu beantragten Flächen haben die Winzer drei Jahre Zeit, diese mit Rebstöcken zu bepflanzen. 

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Bei Celle ist ein nicht angemeldeter Weinberg zu sehen, der abgeholzt werden soll. © dpa - Bildfunk Foto: Peter Steffen

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Die 99 Rebstöcke auf dem Celler Weinberg müssen weg. Denn weder der Winzer noch die Stadt Celle als Eigentümerin des Weinbergs hatten sie ordnungsgemäß bei der EU angemeldet. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 31.08.2020 | 12:00 Uhr

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